Alkoholisierter Autofahrer flüchtet vor Polizei
Wilde Flucht im strömenden Regen

(Foto: dpa)

Am Sonntag, 19. September, gegen 00.45 Uhr entzog sich ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt/Waldnaab einer drohenden Verkehrskontrolle durch eine wilde Flucht.

Als er im Bereich Frühlingsstraße zunächst routinemäßig angehalten werden sollte, gab der jungen Mann Gas. Er flüchtete mit halsbrecherischer Geschwindigkeit in Richtung Weidingweg. Aufgrund des starken Regens waren die Straßenverhältnisse sehr schlecht. Die Beamten konnten ihm deshalb nicht folgen, ohne sich, andere Verkehrsteilnehmer oder den Flüchtigen selbst erheblich zu gefährden.

Wie die Polizei berichtet, war dies die richtige Entscheidung. Denn als die Beamten in die Richtung fuhren, in die sich der Mann mit seinem Auto aus dem Staub gemacht hatte, fanden sie ein regelrechtes Schlachtfeld vor.

Gefährliche Flucht auf regennasser Straße


Der Flüchtige war aufgrund seiner viel zu hohen Geschwindigkeit bei der Ausfahrt aus der Frühlingsstraße von der Fahrbahn abgekommen und konnte der Doppelkurve in den Weidingweg nicht folgen. "Er raste geradeaus über eine Grasfläche, spießte sich mit der Fahrzeugfront an einer niedrigen Böschung und legte vermutlich die folgenden Meter im Flug zurück, um kurz vor einem dort geparkten Pkw einer Anwohnerin zu landen", schildert Polizeisprecher Tobias Mattes den Unfallhergang. Anschließend fuhr der Mann ein Verkehrsschild um und beschädigte den Pkw hinten links erheblich. Vermutlich aufgrund seines heftig schlingernden Gefährts rammte er schließlich auch noch ein weiteres geparktes Fahrzeug. Trotz der erheblichen Schäden an seinem Auto entfernte sich der Fahrer zunächst.

Die Streife traf kurz danach an der Unfallstelle ein und konnte neben zahlreichen Anbauteilen des Fluchtfahrzeuges auch dessen abgerissenes vorderes Kennzeichen auffinden. Von dem Fahrer und dem Auto war zunächst aber nichts zu sehen.

Dann doch freiwillig gestellt


Noch bevor die Polizei durch das Kennzeichen die Halteradresse ermitteln und anfahren konnte, „stellte“ sich der Fahrer bereits telefonisch und wartete an seiner Wohnadresse darauf, von dort abgeholt zu werden. Bei einem Test am Alkomaten wurde ein Wert von 0,92 Promille festgestellt. Sein Führerschein wurde sichergestellt.

"Der vorliegende Alkoholspiegel lag grundsätzlich im Bereich einer Ordnungswidrigkeit, für die bei einem Erstverstoß eine Geldbuße von 500 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot vorgesehen sind. Durch die Flucht und die anschließenden Unfälle wird nun wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs, sowie wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt, was vermutlich ungleich härtere Folgen für den 24-Jährigen hat", merkt Mattes an.

An den beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden von jeweils etwa 1000 Euro, das Verkehrsschild schlägt mit circa 500 Euro zu Buche. Der Flucht-Pkw im Zeitwert von 20.000 Euro wurde total beschädigt. Der Fahrer zog sich Prellungen und Gesichtsverletzungen zu, die jedoch insgesamt als verhältnismäßig leicht zu bezeichnen sind.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.