Alles im Fluss
Auf den Spuren des Wassers durch die Stadt Weiden

Die Geopark-Ranger Ina Weig-Meckl und Richard Braun führten die Teilnehmer vom Stadtbad in Richtung Stadtmühle. Ein Abstecher führte zum Neubauer-Bergerl, wo früher die Ur-Naab floss. Bild: Kunz

Mit dem Geo-Park begaben sie sich "auf die Spuren des Wassers". Auf ein Bad in der Naab verzichteten die Teilnehmer dabei. Von der Hygiene her hätte jedoch nichts dagegen gesprochen.

Eine wichtige Erkenntnis gleich zu Beginn des GeoparkRundgangs: Auf ein 50-Cent-Stück passen exakt 23 Tropfen Wasser, ehe die Oberflächenspannung des Wassers reißt. Nur wenige der Teilnehmer errieten im Vorfeld die Tropfenmenge auch nur annähernd.

Geführt wurde die Gruppe von den beiden Geopark-Rangern Ina Weig-Meckl und Richard Braun. Die Tour "Auf den Spuren des Wassers durch die Stadt Weiden" startete im Stadtbad und ging dann immer am Wasser entlang in Richtung Stadtmühle, wo der Fischreichtum erläutert wurde. Schließlich wanderte die Gruppe zum Mittleren Wehr, wo die Ranger die baulichen Voraussetzungen und das Biber-Aufkommen erklärten.

"Wenn man Glück hat, kann man während der Dämmerung einige sehen", sagte Ina Weig-Meckl. "Das Thema ist umstritten." Deshalb beleuchteten die Ranger beide Seiten. Auch auf den Hochwasserschutz früher und heute wurde eingegangen. "Die Naab ist nicht nur die Naab, sondern ein Biotop mit Fischreichtum und Orchideenrefugium." Es gebe viele Vogel- und Insektenarten. Auch die Weide spiele eine große Rolle, zumal er der Wappenbaum der Stadt sei. Und: "Die Naab ist meistens sauber. Da achtet das Wasserwirtschaftsamt stark darauf." Die Rangerin: "Ich bade hier lieber als in manchen gechlorten Becken."

Bevor die Gruppe wieder zum Stadtbad zurückging, besuchte sie noch das Neubauer-Bergerl, wo früher die Ur-Naab floss. Der Nationale Geo-Park Bayern-Böhmen beschäftigt sich nicht nur mit Fließgewässern, sondern mit vielen Bereichen der Natur zwischen Weiden, Bayreuth und dem Fichtelgebirge. Insgesamt werden pro Jahr 250 Führungen angeboten. Dabei sind 50 Geo-Ranger im Einsatz.
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