Angemerkt
Rücktritt übertrieben

Die Liste der schwarzen Schafe bei der CSU wird immer länger. Der eine bezahlt eine Minderjährige für Sex, der andere verwickelt sich in Drogen-Geschäfte. Jetzt steckt auch noch ein Abgeordneter mit einem Bein im Drogensumpf. Den Rücktritt hätte sich Georg Schlagbauer aber schenken können. Denn noch ist nicht klar, was der Politiker verbrochen hat. Hat er „nur“ Drogen für den Eigenbedarf gekauft oder auch damit gedealt? Hat der Kauf seine Arbeit als Politiker beeinträchtigt?

„Privates hat zu keinem Zeitpunkt Auswirkungen auf seine Amtsführung gehabt“, hatte Schlagbauers Anwalt am Donnerstag betont. Genau. Keine Auswirkungen. Berufliches und Privates sollten in einer öffentlichen Beurteilung deshalb getrennt werden. Schlagbauer hat – wenn sein Anwalt recht hat – privat falsch gehandelt, nicht als Politiker. Würde dieser Maßstab bei jedem Bürger, der etwas ausgefressen hat, angewendet, gäbe es ziemlich schnell ziemlich viele Arbeitslose.
2 Kommentare
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Harald Kraemer aus Parkstein | 10.06.2016 | 10:19  
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Stefan Kreuzeck aus Pfreimd | 10.06.2016 | 17:11  
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