Arbeiterwohlfahrt: von der Kinderkrippe bis zum Seniorenclub
Aktiv für andere

Mit 60 Jahren Zugehörigkeit stand Helene Weinert (sitzend, vorne rechts) an der Spitze der Geehrten bei der Arbeiterwohlfahrt. Kreisvorsitzende Hilde Zebisch (stehend, rechts) nahm die Auszeichnungen vor. Bild: R. Kreuzer

"Was der Welt am meisten fehlt, sind Menschen, die sich mit den Nöten anderer beschäftigen", sagt Hilde Zebisch. Die Arbeiterwohlfahrt hält dagegen: mit Energie, hoher Qualität und fast 200 Mitarbeitern.

Ausführlich zählte AWO-Kreisvorsitzende Hilde Zebisch in der Jahreshauptversammlung die Angebote und Aktivitäten der Arbeiterwohlfahrt auf: Häusliche Krankenpflege, Seniorenclubs, Kinderkrippe, Kinderhort und Ortsjugendwerk sowie Kindererholung und Ferienbetreuung. Gut angenommen werde der Rollstuhl- und Behindertenfahrdienst. Dafür suche die AWO noch eine Aushilfe, die über einen Beförderungsschein verfüge. Mit 824 Mitgliedern inklusive der AWO Rothenstadt sei die 800er-Marke gehalten worden, sagte Zebisch.

Renoviert worden seien die Büroräume. Im Hof wurden Sandkästen, Tische und Bänke aufgestellt. Im Hort wurden Küche und Kammer erneuert. Ihr 25-jähriges Jubiläum feiert die Kinderkrippe in diesem Jahr, die zugleich die erste Krippe in Weiden war. Renovierungen stehen bei den Wohnanlagen in der Hohenstaufenstraße, Weigelstraße und Hinterm Zwinger an, wobei insgesamt 73 Wohnungen betroffen sind. Im nächsten Jahr feiert die Kleiderkammer das 25-jährige Bestehen. Hier gebe es den Wunsch, einen Kleiderladen einzurichten, um so geringe Einnahmen aus dem Verkauf zu generieren. Inzwischen liefert die neue Küche im Hans-Bauer-Seniorenheim über 1000 Essen täglich aus, unter anderem an Schulen und Kintertagesstätten. Auch für die Flüchtlinge in der Mehrzweckhalle sei das Essen geliefert worden.

Für die acht Seniorenclubs legte Ingrid Sittl den Bericht vor. Viele Ausflüge, Besichtigungen und gesellige Treffs veranstalteten die Clubleiterinnen. Sozialbetreuerin Therese Gmeiner berichtete über ihre Arbeit und Franziska Matejka freute sich für das Ortsjugendwerk über die guten Teilnehmerzahlen beim Kartfahren, Zeltlager und dem Kinderbürgerfest.

"Am Puls der Zeit"


Erfreut zeigte sich Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch, dass die AWO den Mitgliederstand über 800 halten konnte. Die Pflege bleibe für Politiker ein wichtiges Thema, versicherte er. Ziel sei es weiterhin, den Verdienst in diesem Bereich zu erhöhen. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß erklärte, die AWO sei fast 100 Jahre alt, doch noch nicht in die Jahre gekommen, sondern stets am Puls der Zeit. Er freute sich, dass die AWO versuchen wolle, bei den aktuell dringend benötigten Krippenplätzen zusätzlich einiges möglich zu machen.

Die GeehrtenFür 60 Jahre Mitgliedschaft überreichte Vorsitzende Hilde Zebisch an Helene Weinert Urkunde und Blumen. Geehrt wurden außerdem für 50 Jahre Hans Balk, Georg Glossner, Ernst Lang, Ruth Malguth, Richard Reichl, Brunhilde Schneider, Anna-Maria Wunder und Lisa Zenger. Für 40 Jahre: Franziska Brey, Erwin Leitmeier, Margarete Mittelmaier, Karolina Reiser, Hans Sperrer und Helmut Wanninger. Für 25 Jahre: Hildegard Beer, Renate Blobel, Elisabeth Kugler, Bernhard Paetzolt, Annemarie Schmidt und Sonja Zimmet. (kzr)
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