Arbeitsagentur-Bilanz beeindruckt Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch
Für Flüchtlinge gut aufgestellt

Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (links) war beeindruckt: Von einer Integrationsquote von rund 50 Prozent bei den ersten Flüchtlingen, die für die Vermittlung in eine Arbeit oder Ausbildung geeignet waren, berichtete Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger. Bild: Bühner

Wie könnte es auch anders sein? Das Thema Integration der Flüchtlinge stand beim Besuch von Uli Grötsch bei Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger ganz oben auf der Liste. Was der Bundestagsabgeordnete hörte, imponierte ihm.

"Ich bin beeindruckt, wie gut die Dienststellen der BA auf diese Aufgabe vorbereitet sind", stellte Grötsch am Ende des Gesprächs fest. Besonders interessierte er sich für das Maßnahmekonzept, das die Arbeitsagentur zur beruflichen Integration der Flüchtlinge einsetzen kann. Die wichtigste Aussage, die der Abgeordnete dazu vom Agenturchef hörte, lautete: "Es wird kein einziger der derzeitigen Arbeitslosen irgendeinen Nachteil erleiden, wenn wir uns jetzt auch um die Eingliederung der Flüchtlinge kümmern müssen."

Für diese Aufgaben stünden zusätzliche personelle Kapazitäten sowie ausreichende Finanzmittel zur Verfügung. "Unser Förderinstrumentarium im Bereich Sozialgesetzbuch III deckt weitgehend den Bedarf an Fördermaßnahmen für Flüchtlinge ab", sagte Würdinger. Dabei verwies er auf den modularen Charakter der Förderinstrumente, die bedarfsgerecht eingesetzt werden könnten. Würdinger berichtete sogar von einer Integrationsquote der Arbeitsagentur Weiden von rund 50 Prozent bei den ersten Flüchtlingen, die für eine Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung geeignet waren. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erwarte allerdings, dass insgesamt nur rund die Hälfte der Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt integriert werden könnten. Außerdem werde im Durchschnitt ein Zeitraum von fünf Jahren dafür erforderlich sein.

Noch reicht das Personal


Würdinger sah seine Behörde derzeit noch mit ausreichend Personal zur Betreuung des aktuellen Bedarfs versorgt. Eingestellt habe die Arbeitsagentur auch einen Mitarbeiter aus dem Kreis der syrischen Kontingentflüchtlinge. Wenn allerdings in den kommenden Jahren Zugänge aus 10 Integrationsklassen der Berufsschule auf die Arbeitsagentur zukämen, könnten Engpässe entstehen.

Noch sei auch nicht ganz klar, wie bei den "Halbjahresklassen" die Zeit zwischen Schulende und Ausbildungsbeginn im Herbst überbrückt werden solle. Der Agenturchef war trotzdem zuversichtlich und sagte: "Es dürfte nur wenige Verwaltungen geben, die so kampagnenfähig sind wie die BA." Grötsch versprach seine Unterstützung für die Anliegen der Arbeitsagentur zur Integration der Flüchtlinge. "Im Bundeshaushalt sind genügend Reserven, um den Bedarf zu erfüllen", meinte er.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.