Arbeitslosenquote sinkt auf 4,3 Prozent
Frühjahr sorgt für Aufwind

Nach dem Winter geht es auch auf dem Arbeitsmarkt wieder aufwärts: Im Vergleich zum März sank die Arbeitslosenzahl im April immerhin um 739 Männer und Frauen, die Quote verbesserte sich auf 4,3 Prozent.

Aufatmen auf dem Arbeitsmarkt: Der Abbau der Winterarbeitslosigkeit sorgte für gute Zahlen im April. So sank die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent. Die robuste Konjunktur zeigt sich auch im hohen Personalbedarf. 1710 freie Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit Weiden gemeldet.

5085 Personen waren im April arbeitslos, rund 740 weniger als im Mai. "Die Arbeitslosigkeit in Weiden und den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth ist spürbar zurückgegangen. Fast alle Arbeitslosen mit saisonbedingten Kündigungen haben ihre Stelle wieder angetreten", zieht Thomas Würdinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden, eine erste positive Bilanz. "Sorgen bereiten uns allerdings angekündigte Freisetzungen in der Metallbranche." Grundsätzlich seien die Arbeitsmarktchancen in diesem Bereich zwar gut. Für die Betroffenen werde jedoch räumliche Mobilität und auch Flexibilität nötig sein, um schnell wieder einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden."

Gute Chancen für Männer


Ein Blick in die Statistik belegt die verbesserte Arbeitsmarktlage: Im April meldeten sich 1296 Personen arbeitslos. Gleichzeitig beendeten mit 2029 Männern und Frauen deutlich mehr Menschen diesen Status. Mit rund 5085 Betroffenen lag die aktuelle Arbeitslosenzahl um 440 Personen unter dem Vorjahreswert. "Insbesondere in den meist männlich besetzten Außenberufen fanden viele Wiedereinstellungen statt", berichtet Agenturchef Thomas Würdinger. Doch auch bei den Frauen verzeichne die Agentur einen kräftigen Beschäftigungsschub. "Mit einer hohen Frauenförderquote und einem aufnahmefähigen Arbeitsmarkt haben wir in den letzten Monaten sehr gute Integrationsergebnisse erzielt. Ausschlaggebend sind natürlich die Firmen, die sich dieses Fachkräftepotential sichern." Rückgänge gab es auch bei den Arbeitslosen im Alter von über 50 Jahren (minus 235 im Vergleich zum Vorjahr) und junge Menschen unter 25 Jahren (minus 30). "Auch mit aktuell 519 schwerbehinderten Arbeitslosen liegen wir deutlich unter dem Vorjahreswert", berichtet Würdinger. Er führt dies vor allem auf gezielte Vermittlungs- und Förderaktivitäten für diesen Personenkreis zurück.

Allerdings werde sich in den nächsten Monaten der Effekt der Flüchtlingszuwanderung in den Arbeitslosenzahlen bemerkbar machen. Aktuell waren 726 Personen ausländischer Herkunft arbeitslos gemeldet, die Mehrzahl davon aus Syrien. "Für anerkannte Flüchtlinge sind - neben den aktuell laufenden Maßnahmen - in den nächsten Monaten Kombikurse zur Integration geplant. Hier werden Sprachkenntnisse, aber auch berufliche Qualifizierung vermittelt", sagt Würdinger. "Unsere Förderinstrumente werden wir so einsetzen, dass sowohl inländische als auch die geflüchteten Arbeitssuchenden bestmöglich unterstützt werden."

Gute Ausbildungschancen


Der Ausbildungsmarkt war im April noch sehr stark in Bewegung. 1755 betriebliche Ausbildungsstellen wurden seit Oktober gemeldet, und damit 66 mehr als im Vorjahr. Bislang meldeten sich 1330 junge Menschen bei der Berufsberatung und erhielten Hilfe bei der Berufswahl. "Viele interessante und zukunftssichere Ausbildungsmöglichkeiten sind der Arbeitsagentur noch gemeldet", wirbt Würdinger um weitere Interessenten. Unter der kostenfreien Servicerufnummer 0800/4555500 können Beratungsgespräche vereinbart werden.

Quote in Weiden sinkt auf 6,7 ProzentErneut ist die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Weiden deutlich gesunken. Im Vergleich zum April 2015 waren 225 Menschen weniger bei der Agentur gemeldet. Mit einer Quote von 6,7 Prozent waren insgesamt rund 1560 Männer und Frauen im Stadtgebiet ohne Arbeit. "Der positive Verlauf machte sich insbesondere in der Arbeitslosenversicherung bemerkbar. Die Agentur für Arbeit Weiden war im April für 475 Menschen zuständig, das Jobcenter Weiden-Neustadt für rund 1090", berichtet Würdinger.

Die Arbeitsmarktstatistik für die Region beinhaltet wie immer auch die Unterbeschäftigung. Zusätzlich zu den arbeitslosen Menschen werden auch Personen in Weiterbildungen oder Altersteilzeit sowie Selbstständige abgebildet, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden und daher nicht als arbeitslos gelten. Im April umfasste die Unterbeschäftigung zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen 1462 Personen und betrug somit insgesamt 6547 Menschen.
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