Auf ins neue Jahr
Hunderttausende feiern in Bayern Silvester im Freien

Bild: dpa

Wenn die Menschen in Bayern auf 2016 anstoßen, dann ist die Polizei verstärkt in Bereitschaft. Öffentliche Veranstaltungen stehen auch in dieser Silvesternacht unter Beobachtung. Mehr Beamte als in den Vorjahren sind aber nicht im Einsatz - trotz der Anschläge von Paris.

München. (dpa) Auf ins neue Jahr: In der Silvesternacht werden im Freistaat auch heuer Hunderttausende Menschen unter freiem Himmel auf ein hoffentlich gutes 2016 anstoßen. Dann seien auch wieder deutlich mehr Beamte als an normalen Tagen im Einsatz, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Im Vergleich zum Vorjahr werde es jedoch keine erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geben.

Ein Münchner Behördensprecher betonte: «Nach den Anschlägen von Paris sind wir natürlich sehr sensibilisiert.» Eine konkrete Terrorgefahr für die bayerische Landeshauptstadt gebe es aber nicht. In München stehen Plätze mit größeren Menschenansammlungen im Fokus - etwa das Tollwood-Festival auf der Theresienwiese, der Marienplatz oder der Bereich rund um den Friedensengel.

Auch in anderen bayerischen Großstädten wiesen Polizeisprecher auf eine allgemeine Gefährdungslage hin. Die Feiernden müssen sich in Ingolstadt, Nürnberg, Würzburg, Augsburg und Regensburg aber ebenso wenig auf verstärkte Kontrollen einstellen.

«Wir haben die weltpolitische Lage immer im Fokus», sagte ein Sprecher der Augsburger Polizei. Terrorstreifen würden aber nicht gefahren. Beim «Silvestival» in Nürnberg sei man mit größtmöglicher Dienststärke vor Ort, hieß es von der dortigen Behörde. Und eine Sprecherin der Polizei in Unterfranken versicherte, die Beamten in Würzburg seien «besonders wachsam».

Um einen guten Start ins Jahr 2016 zu ermöglichen, appellierten die Beamten auch an die Bürger. «Vernünftig und nicht überalkoholisiert», sollten sie auftreten, äußerte ein Nürnberger Polizeisprecher.

Vielerorts gilt ein Böllerverbot: Rund um zahlreiche Schlösser, Burgen und Residenzen in Bayern dürfen nach Angaben der Bayerischen Schlösserverwaltung keine Feuerwerkskörper gezündet werden. Einige historische Anlagen werden daher in der Silvesternacht wegen erhöhter Brandgefahr provisorisch gesperrt.

Und in mehreren Regionen in Österreich darf wegen enormer Trockenheit kein Silvesterfeuerwerk abgebrannt werden. In Tirol gelte ein landesweites Verbot von Privatfeuerwerken, offenem Feuer und Rauchen im Wald, teilte die Landesregierung mit.
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