Aus der Serie: Was macht eigentlich? Beate Lentner
Vom "Neuen Tag" zu "Bild der Frau"

Der Oberpfalz bleibt Beate Lentner, die nach der Heirat mit dem Bolivianer Miguel nun Beate Venegas Inarra heißt, weiter tief verbunden. Ihren Lebensmittelpunkt hat sie nun aber in Hamburg. Bild: hfz/Frank Nikisch

Weiden/Hamburg. Als die Weidnerin Beate Lentner vor einigen Jahren ein Jobangebot aus Hamburg bekam, verließ sie die Oberpfalz. An ihrem ersten Arbeitstag wurde sie ihren Kollegen vorgestellt mit den Worten "Das ist Frau Lentner, sie kommt aus Bayern. Und sie spricht so ulkig." Heute lebt sie mit Mann und Kindern in der Hansestadt, heißt Beate Venegas Inarra - und macht eigentlich was genau? NT-Mitarbeiterin Susanne Kempf hat mir ihr gesprochen.

Sie sind gebürtige Weidenerin, haben am Augustinus-Gymnasium Abitur gemacht und sind nach Ihrem Journalistik-Studium nach Weiden zurückgekehrt. Was haben Sie hier beruflich gemacht?

Beate Venegas Inarra: Ich habe beim "Neuen Tag" in der Weidener Lokalredaktion volontiert und in der Online-Redaktion, dem früheren "Oberpfalznetz" (heute www.onetz.de), gearbeitet. Eine schöne Zeit.

Aber Sie sind nicht in Weiden geblieben, Sie wechselten nach Hamburg. Wann war das?

Venegas Inarra: Im Herbst 2000. Am 15. September war mein erster Arbeitstag bei "Bild der Frau". Das ist auch schon wieder gut 15 Jahre her. Unglaublich.

Wie lief es für eine Oberpfälzerin in Hamburg? Haben Sie rasch Freunde gefunden?

Venegas Inarra: Ich kannte Hamburg von mehreren Besuchen, mochte die Stadt schon immer sehr gerne - und hatte Glück: Eine Studienfreundin von mir ist Hamburgerin. Sie war auch wieder frisch hierher gezogen. Ein Freund und Journalisten-Kollege aus Frankfurt war zeitgleich zu Spiegel-Online gewechselt. Das hat mir den Einstieg recht leicht gemacht. Die Hamburger Freunde kamen dann langsam und mit der Zeit.

Was machen Sie jetzt beruflich?

Venegas Inarra: Ich bin Ressortleiterin bei "Bild der Frau" und arbeite vorrangig für die Magazine, die unter dieser Marke erscheinen. Zum Beispiel "Bild der Frau - Gut kochen & backen", "Bild der Frau - Schlank & fit" oder "Bild der Frau - Advent" .

Und privat? Sie haben mittlerweile zwei Kinder?

Venegas Inarra: Ja! Leopold und Ludwig, zwei ganz großartige kleine Jungs. In Hamburg geboren, aber eigentlich sind sie halbe Bayern und halbe Bolivianer. Mein Mann Miguel ist Südamerikaner, ihm habe ich auch die beiden schönen Nachnamen zu verdanken.

Kommen Sie noch regelmäßig nach Weiden? Konnten Sie die Freundschaften hier aufrechterhalten?

Venegas Inarra: Nein und ja (hoffe ich!). 2014 haben wir es immerhin zwei Mal nach Weiden geschafft - immer viel zu kurz. 2015 hat's gar nicht geklappt. Aber meine Freunde sind Kummer gewohnt. E-Mail, Telefon und Skype sei Dank - wir verlieren uns nicht aus den Augen.

Vermissen Sie die Oberpfalz?

Venegas Inarra: Klar! Meine Familie lebt in Weiden bzw. im näheren und weiteren Umkreis, meine Freunde ebenso. Ich habe 28 Jahre in der Oberpfalz gelebt - das prägt schon. Und man hört es auch: Mein rollendes R wird mich immer begleiten.

Eine Rückkehr in die Oberpfalz ist wohl nicht wahrscheinlich ...

Venegas Inarra: Sag niemals nie. Aber im Ernst: Mein Mann und ich haben in Hamburg gerade ein Haus gekauft, arbeiten beide hier - ein Zurück-Umzug in die Oberpfalz ist in den nächsten, sagen wir mal 15 Jahren, zumindest unwahrscheinlich.
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