Ausstellung in Wirtschaftsschule: Plakate klären über die Gefahren des Alkohols auf
Im Farbenrausch

Aufmerksam betrachten die Wirtschaftsschüler die verschiedenen Werke. Mit kreativen Sprüchen und Plakaten klärt die Wanderausstellung "bunt statt blau" über die Gefahren von Alkohol auf. Bild: Schönberger

(ptrt) "Bunt ist das Leben, bunt ist die Kunst." Mit diesen Worten eröffnete Schulleiter Thomas Reitmeier am Montag eine Wanderausstellung der Krankenkasse DAK-Gesundheit, bei der sich dem Titel nach viel um Farben dreht, aber nicht nur. "Bunt statt blau" heißt die Schau. In der Gustl-Lang-Schule werden eine Woche lang die ausgewählten Plakate aus den 16 Bundesländern zum Thema Komasaufen zu sehen sein. Gestaltet haben sie Kinder und Jugendliche.

Dabei soll es den Schülern helfen, dass sie von Altersgenossen und nicht von Erwachsenen auf die Risiken der Droge Alkohol hingewiesen werden. "Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche ganz wichtige Botschafter", wusste Caroline Schießl, Leiterin der Servicestelle der DAK-Gesundheit. Mit verschiedenen Motiven sprechen die jungen Künstler das schwierige Thema an.

Der Hintergrund ist ernst: Jährlich kommen 26 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. 4000 davon sind erst zwischen 10 und 15 Jahre alt. "Es ist wichtig, dass die Schüler wissen, wie schnell man süchtig wird", meinte SPD-Stadträtin Brigitte Schwarz. Die Schock-Plakate der Jugendlichen sollen aufrütteln. "Wir wollen alarmieren, wir wollen einen Ansatz bieten", erklärt Caroline Schießl.

Schirmherrin der Aktion ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. Die Ausstellung soll dazu beitragen, dass Kinder unter 16 Jahren gar keinen Alkohol trinken. Bei älteren Jugendlichen sollen die Plakate einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol bewirken. 12 000 Schüler aus ganz Deutschland hatten sich mit ihren Bildern und kreativen Sprüchen im Vorfeld an einem Wettbewerb beteiligt. Die besten Bilder wurden für die Ausstellung ausgewählt. Jedes Jahr gehen andere Plakate auf Tour, um über die Gefahren des Rauschtrinkens aufzuklären. An dem Wettbewerb, der alljährlich stattfindet, dürfen alle Schüler ab der fünften Klasse bis zur Abschlussklasse teilnehmen.
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