Auto erfasst 80-Jährige
Im Dunkeln über die Straße: Seniorin schwerverletzt

Symbolbild (Foto: dpa)

Da half selbst der Supermond nichts. Denn die Finsternis scheint die 80-jährige Weidenerin trotzdem förmlich verschluckt zu haben, als sie am Montag gegen 19 Uhr in ihrer überwiegend dunklen Kleidung die Brenner-Schäffer-Straße in Richtung Max-Reger-Halle überquerte. Ein 38-jähriger Autofahrer jedenfalls hat sie zu spät inmitten der Straße gesehen. Mit seinem Wagen erfasste er die Senioren bei voller Fahrt. Die Folgen sind schwerwiegend. Dabei wäre der Unfall vielleicht zu verhindern gewesen. Vorausgesetzt Bürger befolgen ein paar Regeln, meint die Polizei. Aber zuerst zurück zum Unfall.

Die Frau schlug gegen die Windschutzscheibe des Wagens und stürzte auf die Straße. Dabei zog sie sich schwere Kopfverletzungen zu. Zumindest diagnostizierten das die ersten Rettungskräfte vor Ort. Bei der genauen Untersuchung der 80-Jährigen später im Klinikum stellten sich diese Kopfverletzungen als das geringere Übel heraus. Schwerwiegender wirken die vielen Brüche im Beckenbereich, die die Frau beim Aufprall erlitten hat.

Das Schicksal der Seniorin sollte für alle eine Warnung sein. Es gibt Regeln, die helfen, unfallfrei durch die dunkle Jahreszeit zu kommen. Werden sie befolgt, können diese Art Unfälle vermieden werden, ist sich die Polizei sicher. So sollte entgegen der Gewohnheiten gerade älterer Menschen helle Kleidung getragen werden. Wenn aus Stilgründen die weithin sichtbare Warnweste gemieden wird, dürfen Reflektoren, die sich bei Älteren etwa in Form eines Klettbandes um den Arm schlängeln oder bei Jüngeren Blink-Schuhe nicht fehlen. Wer so gerüstet die Straße überqueren will, dürfe dies nur an grünen Ampeln oder an sehr gut ausgeleuchteten Stellen wagen. Sichtbar im Straßenverkehr zu sein, hilft jedem Autofahrer, einen Rad- oder Fußgänger deutlich früher erkennen und entsprechend reagieren zu können, betont die Polizei. Kurzum: Egal, ob Fußgänger, Rad- oder Autofahrer, jeder profitiert davon, im Dunkeln sichtbar zu werden.

Für die 80-Jährige kommen diese Hinweise zu spät. Der Staatsanwalt hat einen Gutachter zur Unfallstelle bestellt, wo Tempo 50 erlaubt ist. Nach ersten Erkenntnissen scheint der Fahrer auch nicht schneller unterwegs gewesen zu sein. Bis zum Abschluss der Untersuchungen war die Brenner-Schäffer-Straße bis 21 Uhr gesperrt. Das Auto, bei dem sich der Schaden auf 3000 Euro beläuft, wurde sichergestellt.
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