Bauern dürfen Flächen tauschen
Wie bei Monopoly

Der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung ehrte Mitglieder, die dem Verband 50 Jahre und länger die Treue halten. Bild: Dobmeier

(rdo) Landwirte können freiwillig Land tauschen. Ziel ist die Verbesserung der Agrarstruktur. In einem schnellen und einfachen Verfahren können auf diese Weise ländliche Grundstücke neu geordnet werden. Solche Maßnahmen werden durch das Amt für ländliche Entwicklung Tirschenreuth koordiniert.

Dieser Tausch kann nur mit Einverständnis der Rechtsinhaber erfolgen, wie Landwirtschaftsdirektorin Kerstin Walch bei der Jahreshauptversammlung des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung informierte. Beim Landtausch werden die Vorschriften der Flurbereinigung angewandt. 2007 habe die Behörde den Zusammenschluss von Wirtschaftsflächen einer Vielzahl von Bauern in Rieden bei Amberg betreut. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, Verlängerung möglich. Eine Begradigung von Grundstücksgrenzen sei wegen des Verwaltungsaufwandes nicht vorgesehen. Ein Nutzungstausch kann auch auf Pachtbasis erfolgen. Ebenso besteht die Möglichkeit, Insellagen im Wald zu tauschen. Der Ausgleich wird durch bezuschusste Wertgutachten sichergestellt.

VLF-Vorsitzender Albert Gollwitzer bemängelte schlechte Preise für Milch und Fleisch. Dazu komme die Trockenheit des vergangenen Sommers mit Ernteverlusten, die von den Landwirten zu verkraften sind. Der VLF beteiligt sich am Bauernmarkt in Vohenstrauß am 22. Mai. Geschäftsführer Dr. Siegfried Kiener berichtete von 61 Studierenden einschließlich dem Praxisjahr in der Landwirtschaftsschule und 21 in der Hauswirtschaftsschule. Die Mitgliederzahl ging um 49 auf 1581 zurück bei drei Neuaufnahmen. Es erfolgten zwei Bäuerinnenlehrfahrten, der Besuch eines Haselnusshofes in der Holledau, Fortbildungen sowie die Pflanzenbautage. Ein Leuchtturmprojekt ist die Aktion im City-Center "Landfrauen helfen beim Schenken", die hervorragende Resonanz brachte.

Gollwitzer und Kiener ehrten langjährige Mitglieder: für 57 Jahre Hans Grabs, der von 1940 bis 1942 in Niederschlesien die Landwirtschaftsschule besuchte und 1959 als Trauschendorfer eintrat. Für 50 Jahre: Elisabeth Heil (Thomasreuth), Maria Kraus, Christa Witt (Püllersreuth), Martha Lukas, Alois Lukas, Monika Zielbauer (Tröglersricht), Roswitha Lukas (Störnstein), Monika Mois (Püchersreuth), Resi Rupprecht (Remmelberg), Anneliese Schultes (Altenparkstein), Christa Steiner (Friedersreuth), Rosa Strobel (Rothenstadt), Elfriede Uschold (Engleshof), Mathilde Völkl (Niederland), Georg Hirmer (Seibertshof), Hans Hofmann (Ritzlersreuth), Eduard Hösl (Zessau), Johann Imhof (Lenkermühle), Hermann Kummer (Daubersbach), Rudolf Lindner (Gailersreuth), Johann Pfab (Neudorf) und Richard Schönberger (Ödenthal).
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