Bauernverband beklagt Entwicklung bei Lebensmittelpreisen
Produktion am Preisminimum

Die BVV-Mitglieder Klaus Gieler (links) und Reinhard Brunner.

Die Umweltpolitik dürfe bäuerliche Strukturen nicht gefährden, fordern die Vertreter des Bayerischen Bauernverbands auf ihrer Gebietsversammlung. Ein Problem für die Forste sehen sie im Ostbayernring.

Vier große Konzerne bestimmen 80 Prozent des Lebensmittelmarktes im Teufelskreis der Preisentwicklung nach unten. Die Landwirte produzieren am Preisminimum. Darum fordert der Bayerische Bauernverband (BBV) bei seiner Gebietsversammlung Neustadt und Weiden mehr Anerkennung der Lebensmittelproduzenten. Gleichzeitig bedauerten die Vertreter, dass sich die Auszahlung von Landschaftspflegeprämien durch die Verwaltung verzögere.

Der Verband gab bekannt, dass die Abschläge zur Berufsgenossenschaft mit jeweils 40 Prozent zum 15. Januar und 15. Mai veranschlagt und dann durch eine Schlussabrechnung ausgeglichen werden. Ein Film über die heimische Land- und Forstwirtschaft zeigte den Facettenreichtum mit 1800 Betrieben im Oberpfälzer Hügelland, von denen 55 Prozent im Nebenerwerb tätig sind.

Als eine Erleichterung bezeichnete BBV-Beiratsmitglied Reinhard Brunner den Wegfall der Aufzeichnungspflicht beim Mindestlohn. Er mahnte gleichzeitig zur Einhaltung der Beschäftigungszeiten von Angestellten. Diese seinen bei ihm in Neubau überprüft worden. Außerdem sehe die Novelle der Düngeverordnung eine Reduzierung von Ammoniak und Methan nach EU-Kommission vor und die Sperrfristen zur Ausbringung seien zu beachten.

Brunner erinnerte an die Weltmarktpreise für landwirtschaftliche Produkte, dem beispielsweise die Milcherzeuger ausgesetzt sind. Ein Bauer in Neuseeland könne ohne Stall kostengünstiger Milch produzieren. Die Umweltpolitik dürfe bäuerliche Strukturen nicht gefährden. Mit dem Ausbau des Ostbayernringes würden außerdem 300 bis 400 Hektar Wald verloren gehen. Brunner hat große Zweifel an einer gesamten Wiederaufforstung.

Als neuer Ansprechpartner in der Beratung für bäuerliche Familien der Diözese Regensburg steht außerdem Harald Staudinger bereit.
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