Bayernweite Seuche rafft erste Hasen in Weiden dahin
Veterinäramt warnt Kaninchenbesitzer

Sprunghaft angestiegen ist die Zahl der ansteckenden Kaninchenerkrankungen in Bayern. Sie raffen die Tiere oft dahin. Erste Todesfälle gab es nun auch in der Stadt. Eine Impfung kann helfen. Bild: Steinbacher

In Bayern grassieren seit einigen Monaten zwei ansteckende Hasenseuchen. Oft enden sie tödlich für die infizierten Kaninchen. Nun fielen auch die ersten Langohren im Stadtgebiet einer der beiden Seuchen zum Opfer, meldet das Veterinäramt - und warnt die Tierhalter.

Zum einen vor Myxomatose. Bei dieser Viruserkrankung schwellen die Augenlider der Kaninchen deutlich an. Das Veterinäramt bestätigte mehrere dieser Todesfälle durch Myxomatose im Stadtgebiet in den vergangenen Wochen. Zum anderen grassiert die China-Seuche in Bayern. Der Fachterminus für diese Viruserkrankung lautet Rabbit Haemorrhagic Disease, kurz RHD. Deren Symptome sind unspezifischer. Oft spielen im Krankheitsverlauf Fieber, Apathie und Einblutungen eine Rolle.

Die Viren werden von Tier zu Tier, durch Insekten, Futter oder virusbehaftete Gegenstände übertragen. Eine Gefahr für den Menschen stellen beide Viruserkrankungen nicht dar. Und den Kaninchen würde eine Impfung helfen. Jedenfalls dann, wenn es sich nicht um die neue Virusvariante von RHD handelt. Ein Impfstoff gegen RHD 2 wird nämlich erst frühestens Ende 2016 in Deutschland zugelassen.

Deshalb raten die Mitarbeiter der Veterinärabteilung der Stadt allen Hasen- und Kaninchenbesitzern, den Impfstatus ihrer Tiere zu überprüfen.
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