"Beanery"-Betreiber sprechen von mehreren Optionen
Café sucht neuen Untersetzer

Seit 15 Jahren betreiben Ulrich Eckhardt und seine Frau Sabine Ingendorf das "Beanery" am Unteren Markt, während viele neuere Lokalitäten schon öfter mal gewechselt haben. Nach der Kündigung zum 31. Juli strecken sie die Fühler nach neuen Räumlichkeiten aus. Bild: Porsche

Der Untere Markt ohne "Beanery"? Für viele unvorstellbar. Auch Inhaber Ulrich Eckhardt und seine Frau Sabine Ingendorf, Geschäftsführerin des "In"-Cafés, würden gerne bleiben. Deshalb hoffen sie - trotz der Kündigung zum 31. Juli - noch auf eine Kehrtwende. "Als Begründung sagt unser Vermieter nur, es sei Zeit für eine Veränderung", sagt Ulrich Eckhardt. "Wir wären aber auch zu Zugeständnissen bereit." Das Ehepaar hängt an der Lokalität am Unteren Markt 22. Und das hat mehrere Gründe.

Vor 15 Jahren war das "Beanery" neben dem "Blaugold" das erste neue Lokal am Unteren Markt, erinnert Sabine Ingendorf. Der hat sich seitdem zu Weidens beliebter Kneipenmeile entwickelt. "Das ist auch ein Stück weit uns zu verdanken", ist sie überzeugt. "Damals galt der Untere Markt als 2b-Lage. Alle haben uns abgeraten, dort hinzugehen. Aber dann ging es Schlag auf Schlag." Immer mehr Szene-Lokale siedelten sich dort an. Mit dem "Schoko.laden" betreibt das Ehepaar mittlerweile ein erfolgreiches zweites Geschäft gleich nebenan. Und für das spezielle "Beanery"-Flair sorgt unter anderem die Innenausstattung, geschaffen von Ulrich Eckhardts Bruder. Dieser - ein gelernter Schreiner - ist inzwischen verstorben. "Ich betrachte das Lokal deshalb nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht", sagt Eckhardt. "Mein Herz hängt daran."

Nichtsdestotrotz hat das Ehepaar inzwischen die Fühler nach neuen Räumlichkeiten ausgestreckt. Laut Eckhardt gibt es mehrere Optionen. "Entscheidend ist für uns, dass wir genügend Außenplätze bekommen." Um das zu erreichen, wäre im Zusammenhang mit einem Objekt am Oberen Markt aber zum Beispiel eine Nutzungsänderung nötig, und die müsste erst vom Stadtrat genehmigt werden. Wie auch immer die Zukunft aussieht: "Wir wollen auf jeden Fall das spezielle ,Beanery-Flair' wiederherstellen", verspricht das Ehepaar. Und Sabine Ingendorf fügt hinzu: "Wenn es hier nicht weitergeht, dann wäre der Obere Markt schon ein Highlight."
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