Bei Schlagern seiner Lieblingsband erwacht Karl-Heinz Schultes aus dem Koma
Amigos fürs Leben

Wiedersehen mit den "Lebensrettern": Am Rande des Konzerts in der Max-Reger-Halle besucht Karlheinz Schultes (links) die "Amigos"-Brüder Bernd (Zweiter von links) und Karl-Heinz-Ulrich. Mit dabei: Ehefrau Christa Schultes (rechts) und Karin Merkl. Bild: Kunz

Karl-Heinz Schultes und die "Amigos" sind Freunde fürs Leben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn was dem heute 67-Jährigen im Juni letzten Jahres passierte, grenzt schon fast an Lebensrettung. Bereits im April 2015 hatte den "Amigo"-Fan aus Riglasreuth ein Herzinfarkt ins Krankenbett geworfen. Ihm mussten zehn Stents gesetzt werden.

Kaum wieder genesen, hatte er Anfang Juni 2015 einen schweren Motorradunfall. Schultes wurde sieben Stunden lang an Hals- und Brustwirbeln operiert, lag im Koma. "Man wusste nicht, ob sie ihn durchbringen", erzählt Karin Merkl aus Pressath, die mit dem Ehepaar Schultes wegen der gemeinsamen Leidenschaft für die "Amigos" eng befreundet ist. "Er war eigentlich gelähmt."

Tag und Nacht "Amigos"


Als die Ärzte die Familie nach den Lieblingserinnerungen des Unfallopfers befragten, fielen der spontan die beiden "Amigo"-Brüder Bernd und Karl-Heinz Ulrich ein. Tag und Nacht wurde dem Komapatienten ab sofort "Amigos"-Musik über einen Mp3-Player zugeführt. Bis er endlich die Augen aufschlug und seine Frau Christa erkannte. Jetzt sagt sie: "Die ,Amigos' haben ihn wieder ins Leben zurückgeholt."

"Wenn man die Lieder hört, dann baut es einen auf. Die geben Mut", erinnert sich Schultes am Sonntagabend in der Max-Reger-Halle an sein damaliges Erwachen. Karlheinz Schultes geht es wieder relativ gut. So gut, dass er nun mit Gattin Christa und Freundin Karin das "Amgios"-Konzert in Weiden besuchen kann.

Bisher waren es rund 200 Konzerte, die Karlheinz und Christa Schultes mit Freundin Karin Merkl erlebt haben. Letztere trägt seit 2012 sogar ein riesiges "Always & forever Amigos"-Tattoo auf der linken Schulter. Vorher waren die drei übrigens Riesenfans von Hansi Hinterseer, den sie auch persönlich kennen und noch immer lieben.

Große Geschichte


Die rührende Geschichte um den Komapatienten hat jetzt sowohl das österreichische Szeneblatt "Stadlpost" wie auch die deutsche "Freizeitwoche" auf den Plan gerufen. Beide Zeitschriften berichteten im September großformatig über die meditative Hilfestellung der "Amigos"-Brüder. Auch "Bild" veröffentlichte einen Artikel.

Bernd und Karl-Heinz Ulrich freuen sich riesig über das Wiedersehen im Foyer der Max-Reger-Halle und erkundigen sich auch sofort nach das Wohlbefinden des inzwischen berühmt gewordenen Fans aus Riglasreuth. Der hat bereits im Juli "Danke" gesagt - bei einer gemeinsamen Riesenradfahrt mit seinen "Rettern."
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