Beon erwirtschaftet mit sechs Photovoltaikanlagen 18000 Euro
Bürgerenergie schüttet Dividende aus

Der ehrenamtliche Aufsichtsrat der Beon ist um Reinhard Hese und Michael Bäumler erweitert. Gemeinsam will man weitere Photovoltaikanlagen auf den Weg bringen, auch wenn sich die Rahmenbedingungen gravierend verändert haben. Bild: uz

Es bleibt dabei: Die Bürgerenergie Oberpfalz Nord (Beon) betreibt sechs Photovoltaikanlagen. Mehr sind auch im vergangenen Jahr nicht dazu gekommen. "Wenn jemand jemanden mit einem Dach kennt, der keine Investitionsmittel für eine Anlage zur Verfügung hat, der soll unsere Investitionsmittel verwenden", appellierte Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Rösch.

Es wurde zwar Kontakt zu den Kliniken Nordoberpfalz aufgenommen. Aber die stellten sich auf den Standpunkt: Wenn sie den Strom selber nutzen müssten, dann bauten sie die Anlage auch selber. Trotzdem erwirtschaftete die Beon 18 000 Euro Überschuss im Berichtszeitraum und kann 2,5 Prozent Dividende an die etwas mehr als hundert Genossen ausschütten. Dies gab Rösch am Mittwochabend bei der Generalversammlung im DJK-Sportheim bekannt.

Der ehrenamtlich aufgestellte Aufsichtsrat wurde um zwei Mitglieder, nämlich Reinhard Hese und Michael Bäumler erweitert. Die turnusgemäß ausgeschiedenen Aufsichtsräte Rösch und Oberbürgermeister Kurt Seggewiß wurden wiedergewählt. Weitere Aufsichtsratsmitglieder sind Michael Bihler, Stephan Korb, Reinhard Meier und Veit Wagner.

Wie Vorstandsvorsitzender Martin Lang, Technikvorstand Hubert Hösl und Rösch in ihren Rechenschaftsberichten bekannt gaben, habe man sich sehr bemüht, neue Dächer bei der Stadt Weiden oder Stadtbau zu bewirtschaften. Leider sei die Konstellation, Photovoltaikanlagen zu bauen, "sehr, sehr schwierig".

Als Grund wurde angeführt, dass die Anlage nur dann noch funktioniere, wenn der Strom auch selber genutzt werde, weil er nicht mehr ins Netz eingeführt werde. "Die Vertragsgestaltung wird heute sehr kompliziert. Besser: Jeder überlegt es sich zweimal, sein Dach der Beon zur Verfügung zu stellen und nicht gleich selber eine Anlage darauf zu finanzieren."

"Leben von Bestand"


"Wir hoffen, in der Diakonie einen Partner zu finden." Fazit: "Im Endeffekt leben wir aus den Bestandsanlagen." Deshalb sei die Genossenschaft derzeit auch geschlossen und nehme keine weiteren Mitglieder auf. "Derzeit sind wir an einer Kaufanlage dran, die noch mittelmäßige Konditionen bietet. Dann können wir wieder neue Genossen an Bord nehmen." Die Fusionsverhandlungen mit der Zukunftsenergie Nordoberpfalz (Zeno) seien eingefroren, weil man den Genossen den finanziellen Rahmen nicht zumuten wolle.

Der Ausblick: "Mit noch mehr ehrenamtlichen Aufsichtsräten arbeiten und versuchen, an Dächer ranzukommen." Die Bestandsanlagen befänden sich auf der Pestalozzischule, Max-Reger-Halle, dem städtischen Bauhof, Hans-Sauer-Schule, Gustl-Lang-Schule und der Pirker Schule.
Weitere Beiträge zu den Themen: Beon (2)Photovoltaikanlagen (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.