Besondere Beziehungen zwischen Weiden und Annaberg-Buchholz
Partnerschaft Symbol der Einheit

Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit: Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (Mitte) und Bürgermeister Jens Meyer (rechts) hatten dazu besonders Gäste aus der Partnerstadt Annaberg-Buchholz geladen. Die Delegation leitete Oberbürgermeister Rolf Schmidt (links). Bild: sbü

Nationalfeiertage sind immer mit dem Blick zurück in die Geschichte verbunden. Auch bei der Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit steht das Geschehen im Jahr 1990 im Mittelpunkt. OB Kurt Seggewiß findet aber besondere Aspekte.

Die Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit im Alten Rathaus band Seggewiß diesmal in das Städtepartnerschaftstreffen mit Annaberg-Buchholz ein. Mit seinem Amtskollegen, Oberbürgermeister Rolf Schmidt aus Annaberg-Buchholz, würdigten er deshalb gemeinsam den Tag der Wiedervereinigung im Jahre 1990. Seggewiß erinnerte an die historischen Ereignisse, die zum Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland geführt hatten.

Wichtiger Brückenschlag


So malte er noch einmal das Bild des Gorbatschow-Besuchs in der DDR im Jahre 1989, als dieser den berühmten Satz sprach "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Generell bezeichnete Seggewiß den Tag der Deutschen Einheit auch als "Symbol für den Brückenbau zwischen Politik und Gesellschaft, dem Heute und dem Morgen und insbesondere zwischen dem Osten und dem Westen Deutschlands". In diesen Rahmen passe auch sehr gut die Städtepartnerschaft zwischen Annaberg-Buchholz und Weiden.

Die Partnerschaft nannte Seggewiß einen "Glücksfall", weil diese einen "Beitrag zum Zusammenführen der Menschen aus den ehemals getrennten Teilen Deutschlands leistet". Dass die Partnerschaft "gelebt werde", belegte Seggewiß mit einer langen Reihe der gemeinsamen Aktivitäten. Noch einmal schilderte er auch die Entstehungsgeschichte der Städtepartnerschaft. Der damalige OB Hans Schröpf war im Januar 1990 nach Annaberg-Buchholz gefahren, "klopfte ans Rathaus und vereinbarte per Handschlag die Partnerschaft". Noch vor dem offiziellen Tag der Wiedervereinigung wurde der Partnerschaftsvertrag unterschrieben.

Oberbürgermeister Rolf Schmidt aus Annaberg-Buchholz erinnerte zunächst daran, dass im Vorjahr die Städtepartnerschaft "Silberhochzeit gefeiert hat". Auch er verwies auf die Entstehungsgeschichte der Partnerschaft und die "Winterreise von Hans Schröpf". Schmidt würdigte die damalige "Hilfe aus Weiden bei der Neustrukturierung der Verwaltung". Herausforderungen und Ziele der Städte hätten sich inzwischen angeglichen. Dennoch seien die Treffen auf fachlicher Ebene sehr fruchtbar.

Aufeinander zugehen


Auf den Tag der Deutschen Einheit eingehend, sagte er "vor 27 Jahren hätte ich einer Einladung aus Weiden noch nicht folgen können". Es mache "Spaß hier zu sein, denn in Weiden findet viel statt". Beweis sei "unser Besuch beim Weidener Bürgerfest mit 100 Teilnehmern". Die Grundhaltung für die Partnerschaft sei "aufeinander zugehen". Dies verwirkliche sich in zahlreichen Bereichen. Deswegen gehöre die Partnerschaft "in die Mitte der Bürgerschaft". Abschließend sagte Schmidt "Dank an alle Bürger, die die Partnerschaft mit Leben erfüllen".
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