Betriebswirtschaft studieren viele, doch die OTH Amberg-Weiden fördert das Individuum
"Für uns zählen die Stärken des Einzelnen"

Im Oktober des Jahres 1995 bezogen erstmals Wirtschaftswissenschaftler die Hörsäle der neugeschaffenen Fachhochschule in Weiden. Für Stadt und Region war das ein historischer Moment. Betriebswirtschaft ist seitdem der Studiengang mit dem größten Zuspruch unter den Studierenden. Von den frühen Anfängen an dabei war Professor Dr. Wolfgang Renninger, heute Dekan der Fakultät.

"Es ist schon toll zu sehen, wie sich die Fakultät in den beiden zurückliegenden Jahrzehnten entwickelt hat", freut sich Renninger über die Früchte auch seiner Arbeit. Zu Recht: Viele der damaligen Studenten bekleiden heute Top-Positionen im Management namhafter Unternehmen. Und ebenso erfreulich für Dekan Renninger: "Meine Erfahrung zeigt, dass die meisten unserer Absolventen nach dem Studium in der Oberpfalz bleiben. Unser schon in den Gründerjahren formuliertes Ziel, Fach- und Führungskräfte aus der Region für die Region heranzubilden, haben wir also erreicht. Das sichert uns auf Dauer wichtige wirtschaftliche Impulse und ist gut für alle, die hier leben. Gut ausgebildete Menschen sind schließlich das Kapital unserer Heimat."

Fach und Studienbetrieb haben sich in den Jahren seit der Gründung gewandelt. Aus der einstigen Fachhochschule ist die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden geworden, die Abgänger tragen nicht mehr den akademischen Titel eines Diplom-Betriebswirts (FH), sondern schließen zunächst als "Bachelor of Arts" ab.

"Die Veränderungen haben dem Modell unserer praxisnahen Ausbildung aber nach meinem Dafürhalten keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Ich bin der Überzeugung, dass unsere Hochschule als Gewinner aus dem sogenannten Bologna-Prozess hervorgegangen ist, der die Vergleichbarkeit der europäischen Abschlüsse zum Ziel hatte." Denn: "Der Bologna-Prozess war auch eine Chance für die Hochschulen, eigene Profile herauszuarbeiten. Ich glaube, uns ist dies gut gelungen."

Handel und Dienstleistung

Grundlegend war der Aufbau des neuen Bachelorstudiengangs Handels- und Dienstleistungsmanagement, der heute gleichberechtigt neben der Betriebswirtschaft existiert und sogar berufsbegleitend angeboten wird. In den ersten drei Semestern sind die beiden Studiengänge quasi identisch. In den anschließenden Studienabschnitten wählen die Studierenden dann Vertiefungsfächer, die auf konkrete berufliche Qualifikationen abzielen. Neu im Fächerkanon ist seit diesem Semester das Fach E-Commerce-Management. Renninger: "Unsere Absicht ist es dabei, den Einzelnen in seinen Stärken zu fördern."

Wer nach seinem Abschluss als "Bachelor of Arts" vom Lernen noch nicht genug hat, kann auch noch ein Masterstudium anhängen. "In Kooperation mit anderen Hochschulen bieten wir einen Master in den Fächern Human-Resource-Management, Marketing-Management und Wirtschaft und Recht an, außerdem einen Master of Business Administration."

Nah an der Wirtschaft

Vorteile seiner Hochschule erkennt Dekan Renninger aber nicht nur im Fächerprofil: "Unsere Stärke ist, dass wir sehr eng mit der lokalen Wirtschaft zusammenarbeiten. Wir wissen, nach welchen Qualifikationen die Unternehmen suchen und können das Studienangebot darauf abstimmen. Das nimmt die Wirtschaft gerne an und kommt natürlich auch unseren Studierenden entgegen, die gezielter studieren können."

(Im nächsten Beitrag zum OTH-Jubiläum am Samstag, 18. Oktober, erzählt Professor Dr. Wolfram von Rhein über erfolgreiche Event-Projekte der Hochschule.)
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
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