Bilanz der Landesverkehrswacht Bayern: Fahranfänger weiter Risikogruppe
Überschätzt und unerfahren

Innenstaatssekretär Gerhard Eck sieht Sicherheitsschulungen bei Fahranfängern als weiterhin notwendig an. Bild: Götz

Weiden/Etzenricht. Über 7000 Fahranfänger nahmen im letzten Jahr das Verkehrssicherheitstraining "Könner durch Er-Fahrung" in Anspruch. "Das Angebot der Landesverkehrswacht Bayern richtet sich insbesondere an junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren und führte bereits zu einem um ein Drittel gesunkenen Unfallrisiko", sagte Innenstaatssekretär Gerhard Eck bei der Vorstellung der Bilanz am Montag in Etzenricht (Kreis Neustadt/WN). Er bezeichnete das Programm als "unverzichtbaren Baustein" bei der Arbeit zur Verkehrssicherheit.

Als Erfolgsformel der Sicherheitsschulungen führte Eck die Kombination aus "trainieren, korrigieren und erfahren" an. Damit sollen die Hauptunfallursachen auf ein Minimum reduziert werden. "Geringe Fahrpraxis, fehlende Routine, nicht angepasst Geschwindigkeit und zu hohes Risiko machen die 18- bis 24-Jährigen nach wie vor zu einer auffälligen Risikogruppe." "Könner durch Er-Fahrung" richte sich exakt an diese Zielgruppe. Fahranfänger simulieren dabei kostenlos kritische Situationen im Straßenverkehr.

Auch Horst Schneider, Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern, erachtete derartige Schulungen weiterhin als notwendig. "Es sterben immer noch zu viele junge Menschen im Straßenverkehr. Alleine im letzten Jahr waren es 76", sagte er in Etzenricht. Das Verkehrssicherheitstraining leiste deshalb einen enormen Vorsorge-Beitrag. "Könner durch Er-Fahrung" gibt es seit 1984 und verzeichnete bisher 455 000 Teilnehmer. Die Kursteilnehmer sind an über 30 Prozent weniger Unfällen beteiligt als ihre Altersgenossen.
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