Bis zu 200 Arbeitsplätze
Vorfreude auf die neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Weiden

Die Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Gebäude Bildmitte) des Bezirks Oberpfalz wird um einen stationären Bereich mit 32 Betten erweitert. Dafür wird das rote Haus links abgerissen. Rechts werden die Container der Kliniken AG für das 15-Millionen-Euro-Projekt weichen. Zumindest hat die Kliniken AG der Medbo mündlich dem Grundstückskauf zugestimmt. Bild: Götz

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) wird ab 2018 nicht in der Bezirkshauptstadt Regensburg, sondern in Weiden gebaut. Damit steigt in der Region ab 2020 nicht nur die dringend nötige medizinische Versorgung in diesem Bereich. Der Neubau beschert der Stadt obendrein zwischen 180 und 200 Arbeitsplätze. Bewerbungen werden bereits gesichtet.

Die Zahlen sprechen für sich: Stolze 1000 Fälle versorgten die Mitarbeiter der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik 2015 ambulant in der Einrichtung an der Sebastianstraße. 12 Plätze bietet die Einrichtung der Medbo teilstationär. "In diesem Bereich behandelten wir 50 Fälle", erklärt der Ärztliche Direktor der KJP, Dr. Christian Rexroth. "Hier steht die Akutversorgung im Vordergrund. Um die Regelversorgung zu gewährleisten, brauchen wir den Ausbau." Und: Der kommt.

Das betonen die Bezirkstagsvertreter beim Neujahrsbesuch in der Medizinischen Einrichtung des Bezirks Oberpfalz (Medbo) am Mittwoch immer wieder. "Es hat hohe Wellen geschlagen, dass wir uns hier in Weiden stationär engagieren", erinnert Bezirkstagspräsident Franz Löffler. "Damit verhelfen wir den Menschen vor Ort zu einem stabilen Leben. Zudem gleicht das neue Institut die fehlenden niedergelassenen Ärzte aus."

"Damit geht der Bezirk in die Fläche", betont Bezirksrat Toni Dutz. Baubeginn ist aber erst 2018, weiß Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher. Dann sei der Ausbau der Kliniken Nordoberpfalz AG derart fortgeschritten, dass die Container nebenan im Klinikumsgarten - derzeit sind dort Patienten untergebracht - dem Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie weichen können.

Größer als in Regensburg


32 Betten sollen dort - "direkt angedockt ans Klinikum", betont Höher - bis Anfang 2020 entstehen. Acht davon sind für suchtkranke Jugendliche reserviert. "Das ist ganz neu, da gehen wir voran", betont Dr. Dr. Helmut Hausner, der neue Medbo-Vorstand, bei seinem Antrittsbesuch in Weiden. Und auch für die Ausweitung der Tagesklinik gebe es ein Konzept. Es beinhalte Angebote speziell für Vorschulkinder. Unterm Strich koste die "Außeneinrichtung in der Nordoberpfalz" 15 Millionen Euro.

Dafür bekommt Weiden aber auch einiges, verdeutlicht Dr. Rexroth, der die KJP Regensburg, Amberg, Cham und Weiden betreut: "Die Klinik hier wird größer sein als die in Regensburg." Die Folge: "Allein für den Standort Weiden sind deshalb zwischen 180 und 200 Mitarbeiter nötig." Sie werden im Pflege- und Erziehungsdienst (etwa als Kinderkrankenschwestern, Heilerziehungpfleger, Sozialpädagogen), im therapeutischen Bereich (als Psycho-, Kreativ- oder Musiktherapeut), im schulpädagogischen Bereich sowie in der Verwaltung tätig. Viele Initiativbewerbungen gingen bereits ein. "Ich bin optimistisch, dass wir die nötigen Fachkräfte finden."

Dank für "tolle Arbeit"


Denen, die hier bereits tätig sind, dankten die Medbo- und Bezirkstagsvertreter für ihre "tolle Arbeit". "Diese Würdigung tut gut", erklärt Oberarzt Hans Kiefl. (Seite 30)
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