Blue Devils verlieren gegen Selber Wölfe
Fünf Gegentore im Schlussdrittel

Die Blue Devils lieferten den Selber Wölfen einen großen Kampf, dennoch nahmen die Gäste letztlich verdient die Punkte mit. Während die Oberfranken jetzt die direkte Play-off-Qualifikation unter Dach und Fach haben, müssen die Weidener weiterhin um das Heimrecht in den Pre-Play-offs bangen.

"Es ist ärgerlich, nach so einer guten Kampfleistung mit leeren Händen dazustehen", sagte Markus Berwanger nach der 3:6 (2:0, 0:1, 1:5)-Heimniederlage gegen den Lokalrivalen VER Selb. Der Trainer der Blue Devils sprach von einem "sehr schnellen, hart umkämpften, aber fairen Derby", das die Gäste mit fünf Treffern im Schlussdrittel für sich entschieden. Das Ergebnis sei am Ende zu hoch ausgefallen, wobei Berwanger mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderte. "Ich will nicht jammern, aber zwei, drei komische Entscheidungen waren heute schon dabei. Die können in knappen Spielen den Unterschied ausmachen und so ist Selb auf die Siegerstraße gekommen."

Gästecoach Henry Thom konnte sich mit seiner Mannschaft und den gut 300 mitgereisten Fans über die direkte Play-off-Teilnahme freuen. Selb liegt als Sechster drei Punkte vor Deggendorf und hat den besseren direkten Vergleich gegenüber den Niederbayern. Am letzten Vorrunden- Wochenende haben beide Teams nur noch jeweils ein Match zu bestreiten. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sich von keinem Rückstand beeinflussen lassen und in den richtigen Momenten die Tore geschossen", sagte Thom.

"Siller im zweiten Sturm


Markus Berwanger nahm Änderungen in der zweiten und dritten Angriffsreihe vor. Philipp Siller spielte zusammen mit Tomas Divisek und Jacob Laliberte, dafür stürmte Marcel Waldowsky neben Michael Kirchberger und Dominik Schopper. Wegen der Ausfälle der verletzten Verteidiger Florin Ketterer und Ludwig Synowiec spielten die etatmäßigen Stürmer Thomas Schreier und Veit Holzmann erneut in der Abwehr.

Selb hatte von Beginn an Vorteile, biss sich aber an der zunächst sehr starken Devils-Defensive und Goalie Fabian Hönkhaus die Zähne aus. Die Weidener lauerten auf Konter und hatten damit Erfolg. Michael Kirchberger erzielte das 1:0 (5. Minute) und Jacob Laliberte erhöhte nach einer tollen Einzelleistung auf 2:0 (16.). "Die Führung war etwas glücklich", gab Markus Berwanger zu, denn Selb hatte ein klares Chancen-Plus. Glück hatten die Devils kurz vor Drittelende, dass Herbert Geisberger die Scheibe nicht im leeren Kasten unterbrachte.

In der ersten Pause nahm der Selber Trainer Thom Umstellungen vor, mit der Folge, dass sein Team noch mehr Druck machte. Die Weidener kämpften verbissen und verteidigten mit Glück und Geschick den Vorsprung - mit einer Ausnahme. In Überzahl verkürzte der Kanadier Cody McNaughton auf 1:2 (25.).

Im Schlussabschnitt waren gerade 63 Sekunden gespielt, als Herbert Geisberger den Ausgleich erzielte. Die Devils gingen durch Tomas Divisek (46.) noch einmal in Führung, doch der Stadionsprecher hatte noch nicht einmal den Namen des Torschützen durchgesagt, da stand es sieben Sekunden später durch Achim Moosberger schon 3:3. "Der schnelle Ausgleich war der Knackpunkt", sagte Berwanger, der fortan mit ansehen musste, wie seine Mannschaft in der Defensive die Ordnung immer mehr verlor. Die Fehler nutzten Dan Heilman (49.), Tom Pauker (53./Überzahl) und Herbert Geisberger (57.) zu den entscheidenden Toren.

Freitag gegen Schönheide


Zwei Spiele vor dem Ende der Hauptrunde liegen die Blue Devils weiterhin fünf Punkte vor dem ERC Sonthofen auf Platz acht. Am Freitag, 26. Februar, um 20 Uhr gastiert Schlusslicht EHV Schönheide in der Hans-Schröpf-Arena und am Sonntag, 28. Februar, müssen die Weidener zum EC Peiting. Sonthofen tritt beim EC Bad Tölz an und empfängt zum Abschluss den EHC Klostersee.
Es ist ärgerlich, nach so einer guten Kampfleistung mit leeren Händen dazustehen.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden, nach dem 3:6 gegen Selb
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