Bundespreis für Need NO Spee
Zweiter Preis für regionale Initiative

Hocherfreut zeigt sich das Team von "Need NO Speed" über den zweiten Platz im Bundeswettbewerb "Innovative Suchtprävention vor Ort". Der Leiter der Kriminalpolizei, Thomas Bauer, und Theresa Sowa vom Stadtjugendring Weiden (Fünfter und Sechste von links) zeigen die Urkunde. Gratulanten waren unter anderem der stellvertretende Landrat des Landkreises Neustadt/WN, Albert Nickl (Dritter von links), MdB Albert Rupprecht (Vieter von links) und der Landrat des Landkreises Tirschenreuth, Wolfgang Lippert (Dritter

Als die Initiative "Need NO Speed" gegründet wurde, gab es noch viele Diskussionen über den richtigen Weg für Suchtprävention. Jetzt kam die amtliche Bestätigung: Die Aktion ist vorbildlich.

Mit dieser Einladung hatte das "Need NO Speed"-Team nicht gerechnet. Schließlich hatten sich 68 kommunale Initiativen am siebten bundesweiten Wettbewerb "Innovative Suchtprävention vor Ort" beteiligt. Die Entscheidung der Jury war auch lange Zeit geheim gehalten worden. Aber dann kam kurzfristig eine Einladung nach Berlin zur Preisverleihung. Aus der Hand von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erhielt das Team von "Need NO Speed" den zweiten Preis des von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung organisierten Wettbewerbs überreicht. "Dies ermutigt uns, auf dem eingeschlagenen Weg in vollem Einsatz weiterzumachen" sagte Gerhard Krones stellvertretend für alle Teammitglieder nach Rückkehr aus Berlin in einer kurzfristig angesetzten Feierstunde.

Innovative Wege


Der zielgruppenorientierte Ansatz sei am Anfang umstritten gewesen, stellte Krones fest. Aber alle Beteiligten seien von Anfang an der Meinung gewesen, dass für eine wirksame Suchtprävention innovative Wege erforderlich seien.

Thomas Bauer, Leiter der Kriminalpolizei in Weiden, war zusammen mit sechs anderen Beteiligten von "Need NO Speed" nach Berlin gefahren. Er berichtete über die Einzelheiten des Wettbewerbs. Nur Kommunen hätten sich bewerben können. Mit der gemeinsamen Bewerbung der Landkreise Neustadt/WN, Tirschenreuth und der Stadt Weiden war diese Bedingung erfüllt. In einer Datenbank seien dann Einzelheiten aller Bewerbungen erfasst und bewertet worden. Zu den Entscheidungskriterien zählte unter anderem, dass eine schriftlichen Ausgangs- und Bedingungsanalyse für die Suchtpräventionsinitiative vorgelegt werden konnte. Ziele, Zielgruppen und Suchtstoffe mussten klar definiert sein. "Dieser Wettbewerb war fast auf ,Need NO Speed' zugeschnitten", stellte Bauer fest.

Er bedankte sich auch bei allen Partnern der Initiative aus der Region sowie den Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch, Reiner Meier und Albrecht Rupprecht. Auch die regionalen Presseberichte seien mit eingereicht worden. Die Jury würdigte generell die Einbeziehung von Crystal Meth. Dies sei "innovativ". Grenzüberschreitende Aktivitäten, das Elternwochenende, die Einrichtung der Präventionsstelle und Kinospots wurden ebenso wie die vielen anderen zahlreichen Partnerschaften und Initiativen von "Need NO Speed" von der Jury gelobt.

Gratulanten in der Feierstunde waren auch Florian Graf als Vertreter der Stadt Weiden, der stellvertretende Landrat des Landkreises Neustadt/WN Albert Nickl, Landrat Wolfgang Lippert vom Landkreis Tirschenreuth und MdB Albert Rupprecht.

Über die zukünftigen Strategien und Aktionen von "Need NO Speed" informierte Gerhard Krones. Klar für ihn sei "Crystal ist deutschlandweit unterwegs, Amphetamine kommen auch aus den Niederlanden und Motorradgangs wollen in den deutschen Markt einsteigen". Aber Drogenkonsumenten dürfe man nicht an den Pranger stellen, "sie brauchen eine Lobby". Den jungen Leuten müsse man auf gleicher Höhe partnerschaftlich begegnen. Geplant seien auch "Kontakte in die Szene hinein". Krones stellte auch fest "wir brauchen Orte, wo junge Menschen sich beheimatet fühlen". Busbahnhöfe, Parks und Straßen könnten dies nicht sein. Auch die Eltern müssten "im Blick unseres Netzwerks sein".

Eltern einbinden


Ausdrücklich wurde auch das Theater-Projekt (Erstaufführung am 19. Juni im JuZ in Weiden) genannt. Generell sollen Lehrer, Schüler und Eltern noch mehr als bisher in "Need NO Speed" eingebunden werden.
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