Burschenverein Rothenstadt feiert Premiere mit "Ehestand und Wehestand"
Emanzen kontra Pantoffelhelden

Zechen und zoffen: Im Stück des Burschenvereins Rothenstadt tranken sich die Männer Mut an. Den brauchten sie auch für die Konfrontation mit ihren Gattinnen. Bild: Dobmeier

Der Burschenverein Rothenstadt schmeißt sich in den Kampf der Geschlechter. Mit dem Stück "Ehestand und Wehestand" feierte die Theatergruppe Premiere. Friedlich ging es dabei erwartungsgemäß nicht zu.

Rothenstadt. Bemühungen um Emanzipation mag es schon länger geben. Dass die Gleichberechtigung aber an ihre Grenzen im Alltag der Ehe stößt, davon zeugt auf humoristische Weise das Stück "Ehestand und Wehestand". Die erste Aufführung im evangelischen Pfarrheim präsentierte die Theatergruppe des Burschenvereins Rothenstadt am zweiten Weihnachtsfeiertag.

Der Vorhang öffnet sich - und August Wacker (Thomas Kirchner) ist gerade beim Nudelmachen und soll dabei das Baby versorgen. Denn seine Frau Zenta (Daniela Hagn) ist in der Gemeinderatssitzung und hat ihm befohlen, die Haustür ja gut abzuschließen, da die internen Familienangelegenheiten keinen Menschen etwas angehen.

Leiden des jungen Vaters


Da kommt Martl Feig (Mathias Bäumler) und weckt ihm das Baby auf, das schreit, weil es die Windeln voll hat. August legt es trocken. Allerdings taucht nun Maximilian Tapfer (Stefan Oppitz, der auch die Regie führt) auf und macht sich über die Unbeholfenheit des jungen Vaters lustig. In der Aufregung kocht August statt Erbsen Rosinen in die Suppe ein. Da erscheint Zenta als Funken im Pulverfass. Im zweiten Akt flickt Maximilian, der Angeber, die Kostümjacke seiner Frau (Daniela Bock), näht statt des Lochs die Ärmel zu, während sie doch eiligst als Vorsitzende des Gleichberechtigungsvereins in eine Versammlung muss. Der Schwiegervater (Toni Forster) von August und Maximilian versucht sich als Vermittler zwischen den Geschlechterfronten. Die Situation eskaliert im dritten Akt, als sich die Ehemänner betrinken. Die schlauen Frauen schmieden einen Plan, der aber nur fast aufgeht. Denn die Männer sind auch nicht ohne Einfälle und schlagen zurück. Wer schließlich die Oberhand behält, ist zu sehen in den nächsten Aufführungen am Samstag, 2. Januar, Dienstag, 5. Januar, Freitag, 8. Januar, und Samstag, 9. Januar, jeweils um 20 Uhr im evangelischen Pfarrheim Rothenstadt. Es sind nur noch Restkarten zum Preis von sechs Euro bei der Bäckerei Rauh in Rothenstadt erhältlich.

Gesungen in "Gstanzln" hatte Regisseur Oppitz die Theatergruppe dem Publikum vorgestellt, zu der auch Souffleur Marcel Hierold gehört. Oppitz bedankte sich für das ausverkaufte Haus und den großen Beifall der begeisterten Zuschauer, die in die Szenen mit Zwischenrufen spontan amüsant eingebunden wurden.
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