Chlausnitzerschüler zeigen Musical "Die Rache der Igel"
Stachelige Rache

Liebe Autobesitzer, Vorsicht vor diesen Zeitgenossen: Im Musical "Die Rache der Igel", das in der Clausnitzerschule zu sehen war, wehren sich die Tiere resolut dagegen, dass ihre Artgenossen ständig überfahren werden. Bild: Kunz

Es sollte den Mandatsträgern zu denken geben, wenn ein Theaterstück für Grundschulklassen die Trägheit von Politikern anprangert. Egal ob schwarzes, rotes, gelbes, grünes Fähnchen: Es kommt dasselbe raus. Man hört zu und winkt ab. Deshalb spielt ein und derselbe Schauspieler auch die unterschied- lichen Parteivertreter.

In Mechthild von Schoenebecks Musical "Die Rache der Igel" bitten die Kinder die Politik um Hilfe. Es geht in dem Stück, das die Clausnitzerschule im Turnsaal zeigte, um den Schutz der stacheligen Tiere. Schließlich gibt es Politiker, die speziell für den Umweltschutz zuständig sind. Und die sollten sich doch gefälligst auch dafür einsetzen, dass ein Igel auf der Straße nicht plattgefahren wird.

Alle erzählen Unsinn


Leider bleibt die Erkenntnis: "Die Farbe ist doch ganz egal. Alle erzählen den gleichen Unsinn. Da ist nichts zu holen." Politiker gleich welcher Couleur als Stereotypen. Da trifft es sich doch ausgezeichnet, dass die Volksvertreter aus den unterschiedlichsten Parteien von ein und demselben Schauspieler dargestellt werden.

Für die Kinder bleibt nur eine Antwort: das Problem selbst in die Hand nehmen und "Kinder-Power" entwickeln. Die Klassen 1 bis 4 der Clausnitzerschule setzen die Igel-Geschichte in Szene. Sogar Hausmeister Wolfgang Bäumler hat zwei große Auftritte.

Noch vor dem ersten Akt bittet er den Fahrer eines Autos nach draußen, der angeblich die Feuerwehrzufahrt blockiert. Und am Schluss teilt er allen Besuchern mit, dass Riesen-Igel deren Autos zertrampelt hätten. Denn darum geht's in dem Stück.

Um sich zur Wehr zu setzen, kommen die stacheligen Gesellen auf die wunderbare Idee, sich mit reifen Äpfeln großzupumpen. Als sie gigantisch genug sind, treten sie die Autos der Menschen kurz und klein. Allerdings nicht für lange. Denn je größer sie werden, desto imposanter ihr Appetit. Bald gibt es keine Äpfel mehr.

Erwachsene bekehren


Sie schrumpfen wieder und bauen auf die Hilfe der Kinder, die sofort ihre Unterstützung signalisieren. "Wir werden uns jetzt wehren und die Erwachsenen bekehren." Im Stück werden Zuschauer auf die Bühne geholt. Und die Igel sinken langsam in ihren wohlverdienten Winterschlaf.

Willkommen geheißen werden die Gäste von Rektorin Silvia Bäumler. Diana Renner hat das Stück mit den Schülern einstudiert. Brigitte Kreuzer und Christina Hermann zeichnen für die Musik verantwortlich. Um die Technik kümmern sich Schüler vom Augustinus-Gymnasium. Die Tanz-AG wird von Stefanie Heisl auf die Beine gestellt.
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