Dank Kooperation: Klinken stellen erstmals Medizintechnik-Studenten der OTH fest an
Vom Hör- in den Operationssaal

Die Kooperation von Hochschule und Kliniken trägt weitere Früchte: Mit Marion Häupl und Simon Woppert hat der Klinik-Verbund, vertreten durch Technik-Leiter Georg Schmauß (links) und Ärztlichen Direktor Dr. Thomas Egginger (rechts) zwei ehemalige Studenten nun in die Festanstellung übernommen. Bild: hfz/Kliniken Nordoberpfalz AG

Schon seit Jahren arbeiten Klinikum und Hochschule zusammen. Für zwei junge Leute hat das nun handfeste Folgen - in Form eines Vertrags.

Premiere in Kooperation von Kliniken Nordoberpfalz AG und Ostbayerischer Technischer Hochschule (OTH): Erstmals hat der Kliniken-Verbund als Folge der Zusammenarbeit zwei ehemalige OTH-Studenten fest angestellt: Marion Häupl und Simon Woppert. "Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten", sagt Georg Schmauß, Leiter der Zentralen Technik bei der AG, laut einer Pressemeldung der Kliniken. "Unterm Strich profitieren die Menschen in der Region - unsere Patienten", ergänzt Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Egginger. Er und Schmauß sind seitens der Kliniken die Ansprechpartner für die Zusammenarbeit, bei der OTH koordinieren die Professoren Dr. Clemens Bulitta (Leiter Institut für Medizintechnik) und Dr. Ralf Ringler (Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen).

Die 25-jährige Häupl legte 2010 an der FOS Weiden ihren Abschluss im technischen Zweig ab und entschied sich dann für den OTH-Studiengang Medizintechnik. "Vor allem die Kombination der Anatomie und Physiologie des Menschen mit den technischen, naturwissenschaftlichen Herausforderungen stärkten meine Begeisterung für Medizintechnik", berichtet die Flossenbürgerin. "Lobenswert ist vor allem das gute Zusammenspiel zwischen Theorie, die sehr praxisnah an der OTH gelehrt wird, und den zahlreichen innovativen Themen, in die ich im Praxissemester an der AG einen Einblick bekommen durfte."

"Optimaler Weg"


Aus der praktischen Richtung kam hingegen Woppert letztendlich zur Kliniken AG. Der in Floß aufgewachsene und inzwischen in Altenstadt/WN wohnhafte 29-Jährige hatte am Klinikum schon seit 2014 Erfahrungen gesammelt: Während seines Medizintechnik-Studiums leistete er dort ein praktisches Semester. Zuvor hatte er eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik absolviert. Daneben leistete er seinen Zivildienst in der Elektrowerkstatt der Kliniken in Weiden. Der Absolvent der Weidener BOS war außerdem bereits ein Jahr Assistent des Technischen Leiters der Kliniken. "Es war optimal, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Die AG war dafür offen und hat mich immer unterstützt und gefördert", sagt Woppert.

Die AG wiederum profitiert aus diesen beiden Wegen ungemein: "Sie ergänzen sich perfekt", berichtet Schmauß. In seinem Haus seien bei vielen abteilungsübergreifenden Projekten theoretisches und praktisches Wissen für die Weiterentwicklung des Unternehmens unabdingbar. "Durch das OTH-Studium haben beide viel globalere und kreativere Ansichten und den Gesamtbetrieb im Blick."

Beide profitieren


Doch Vorteile gebe es auch für die Hochschule, meint Egginger: Sie profitiere "durch die Einbringung von Wissen durch unsere Professoren und die Fachvorträge unseres Managements". Ein gutes Beispiel von vielen dafür sei die Zusammenarbeit zwischen OTH und Kliniken Nordoberpfalz AG bei der Errichtung des Hybrid-Operationssaals beim siebten Bauabschnitt. Dabei hatten Bulitta und Schmauß gemeinsam die Nutzeranforderungen erarbeitet und zusammengefasst, die umzusetzende Ausführungsplanung verfasst, die Installation und Inbetriebnahme koordiniert, den klinischen Betrieb gestartet und Weiterbildungslehrgänge organisiert.
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