"Das Herz schlägt fürs Juz"
Nico Erhardt heuert im Jugendzentrum an

Nico Erhardt. Bild: Schönberger
Vielleicht sollten die Menschen einfach öfter Döner essen gehen. Manchmal enden so lange Diskussionen im Guten. Zumindest gilt das für die vierte Stelle beim Stadtjugendring (SJR). Über deren Besetzung hat nun der Personalausschuss um Vorsitzenden Tobias Reichelt , Stefanie Sperrer und Stefan Fuchs entschieden: Nico Erhardt wird ab Mai der neue Mitstreiter im Jugendzentrum sein. Ein Ergebnis, das laut SJR-Geschäftsführer Ewald Zenger "wunderbar" ist.

Nach so viel Zufriedenheit hatte es lange nicht ausgesehen. Immerhin war unklar, ob die vierte Stelle angesichts der städtischen Sparzwänge nicht ganz wegfällt. Letztlich blieb sie aber, wurde von einer Sozialpädagogen- in eine Erzieherstelle umgewandelt. Ein Profil, das auf Erhardt passt: Der 41-Jährige ist ausgebildeter Arbeitserzieher. Was aber für Zenger noch wichtiger ist: Erhardt ist im Juz kein Neuling. Er absolvierte dort während seiner Ausbildung ein Praktikum. Außerdem übernahm er zwischen 2007 und 2008 die Vertretung, als Julia Zimmermann vom Juz-Team ein Sabbat-Jahr einlegte.

Dabei hinterließ er einen hervorragenden Eindruck, wie Zenger berichtet. Die Jugendlichen seien von ihm angetan gewesen. Überhaupt habe er eine offene, ruhige und sympathische Art. Deshalb passe Erhardt perfekt ins Team, zu dem neben Zimmermann noch Teresa Sowa und Florian Graf gehören. Dabei war es eher Zufall, dass sich Erhardt - neben neun weiteren Interessenten - überhaupt auf die Stelle bewarb. Immerhin arbeitet er derzeit noch in Weiden in der ambulanten Jugendhilfe - "ein Job, den ich gern mache. Da ist es mir nicht leicht gefallen, zu wechseln". Dann aber traf er bei einem Döner-Stand einen der früheren Jugendlichen, die er von seiner damaligen Arbeit im Juz noch kannte. Der sagte ihm, dass er sich unbedingt bewerben solle, er habe ihn sogar schon selbst beim SJR vorgeschlagen. Das habe ihn schon berührt, sagt Erhardt. Überhaupt: "Das Herz schlägt fürs Juz." Und so warf der Roggensteiner doch noch kurz vor knapp seinen Hut in den Ring.

Künftig wird der Vater eines vierjährigen Sohnes den Einsatz des Spielwagens koordinieren und intensiv beim Bündnis "Weiden ist bunt" mitmachen. Und natürlich im offenen Betrieb des Juz arbeiten. Er freue sich darauf, im Bündnis "tolle Ideen einzubringen". Außerdem könne er sich vorstellen, den jungen Leuten im Bereich Sport und Erlebnispädagogik etwas anzubieten. Er sei selbst immerhin leidenschaftlicher Kletterer. Das Wichtigste, sagt Erhardt, sei ihm in jedem Fall der "Kontakt zu den Jugendlichen. Da ist jeden Tag etwas Neues".
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