Defektes Teil verhindert Kraftstoffzufuhr im Flugzeug
F-16-Absturz-Ursache geklärt

Die Absturzstelle in einem Waldstück bei Kirchenthumbach. Archivbild: US-Armee/Gerald Morgenstern

Ramstein. (räd) Der Absturz eines F16-Kampfjets der US-Armee am 11. August 2015 bei Kirchenthumbach (Kreis Neustadt/WN) ist auf technisches Versagen zurückzuführen. Dies teilte das Kommando der US-Luftstreitkräfte Europa und Afrika am Mittwoch in Ramstein mit.

Der Vorsitzende der Ermittlungskommission und Kommandeur des 603. Air Operations Center, Oberst Jill A. Long, verwies auf die Ergebnisse der Untersuchungen. Demnach sei es zu einer Störung an einem Kraftstoffregler des Triebwerks gekommen, wodurch das Triebwerk selbst keinen Treibstoff mehr erhielt. Diese Unterbrechung habe einen Neustart des Triebwerks verhindert und zu einem kompletten Schubverlust geführt.

Der Pilot vom 52. US-Jagdgeschwader, beheimatet auf der Luftwaffenbasis Spangdahlem, konnte sich mit dem Schleudersitz retten und wurde nur leicht verletzt. Die Maschine stürzte in einen Wald. Der Pilot sei aktiv und qualifiziert gewesen. Er habe vor dem Unglück 675 Flugstunden abgeleistet. Die Untersuchungskommission stellte laut Pressemitteilung außerdem fest, dass es weder zum Zeitpunkt des Unfalls noch davor Unregelmäßigkeiten am Motor, an Mechanik, Flugsteuerung oder sonstigen Bauteilen gegeben habe. Der Schaden beläuft sich auf geschätzte 39,7 Millionen Dollar (rund 35,2 Millionen Euro).

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www.onetz.de/themen/f16-absturz
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