Defizit ist 2015 so niedrig wie noch nie
VHS: Fitte Finanzen

"Wir haben eine tolle Entwicklung genommen und sind zu einem interessanten Bildungsanbieter geworden." Zitat: Stefan Frischholz, Geschäftsführer

Vom Sorgenkind zum Wonneproppen. "Wir sind mit der Volkshochschule auf einem verdammt guten Weg", sagt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Denn: So niedrig wie 2015 war das Minus noch nie.

Geschäftsführer Stefan Frischholz hat den Jahresabschluss 2015 erst vor kurzem dem Aufsichtsrat vorgelegt. "Mit 22 600 Euro ist der Defizitausgleich so niedrig wie nie", freut sich auch Stadtkämmerin Cornelia Taubmann. Entscheidend dafür sei das immer breitere Angebot der Volkshochschule Weiden-Neustadt. Die ausgezeichnete Entwicklung sei aber auch der "hervorragenden Arbeit des Geschäftsführer-Gespanns" - Stefan Frischholz für den kaufmännischen und Leonhard Dietrich für den pädagogischen Bereich - zu verdanken.

Zentrum für Volksbildung


Nach all den "Irrungen und Wirrungen" sei mit dem Umzug in die ehemalige FOS/BOS ein Kleinod in der Innenstadt geschaffen worden, sagt Seggewiß. Die VHS sei in der "Kulturscheibe" - er greift hier eine Bezeichnung aus der Stadtratssitzung auf - "wunderbar platziert". Cornelia Taubmann spricht mit Blick auf die Nähe zu Regionalbibliothek, Keramikmuseum und Maria-Seltmann-Haus von "einer Art Zentrum für Volksbildung". Mit ihren tollen Gymnastikräumen und der top ausgestatteten Küche stehe die VHS Weiden-Neustadt mit an der Spitze im bayerischen VHS-Reigen.

Wie drastisch sich die Finanzsituation seit 2013 verbessert hat, zeigte Geschäftsführer Frischholz auf. Von 2009 bis 2010 stieg das Defizit, das die Stadt zu decken hatte, stark an: von 203 300 auf 384 000 Euro. Bis 2012 blieb das Minus auf relativ hohem Niveau: 371 800 Euro. Seit 2013 wurde es kontinuierlich reduziert: Von 252 400 Euro (2013) über 104 900 Euro (2014) auf zuletzt 22 600 Euro. 150 000 Euro hatte die Stadt für das Jahr 2015 im Haushalt bereitgestellt. Der Rest wandert in die Rücklagen. Der Landkreis Neustadt hat die VHS mit 62 700 Euro bezuschusst.

Positiv wirkt sich laut Frischholz auch die Untervermietung an die Berufsschule aus. 2013 sei außerdem die wirtschaftliche Trennung von VHS und der Tochter "Zentrum für regionale Bildung gGmbH" erfolgt. "Hierüber werden alle über Drittmittel geförderten Projekte abgewickelt." Bei Integrationskursen für Flüchtlinge sei die VHS-Tochter "der Macher für die ganze Oberpfalz".

Fitnesskurse wie Zumba und Pole-Dance zählen nach wie vor zu den Rennern, ebenso wie Sprach- und Kochkurse. "Unsere Mitarbeiter suchen außerdem ständig nach neuen Angeboten", lobt Frischholz sein engagiertes Team. Künftig sollen Kinder und Jugendliche verstärkt angesprochen werden. Frischholz verspricht: "Wir werden uns nicht auf dem Erfolg ausruhen, sondern weiterhin innovativ sein." Das Kellergeschoss werde künftig für handwerkliche Kurse stärker genutzt. Dafür seien wieder Investitionen nötig. Ganz ohne städtische Mittel werde es deshalb wohl nie gehen. "Wir sind natürlich bemüht, dies so niedrig wie möglich zu halten."

Wir haben eine tolle Entwicklung genommen und sind zu einem interessanten Bildungsanbieter geworden.Stefan Frischholz, Geschäftsführer
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