Denkmalschutz will Sanierung
„Die großen Kirchen schätzt man, die kleinen liebt man“

"Die großen Kirchen schätzt man, die kleinen liebt man", betont Raimund Karl. Auch der Gebietsreferent des Landesamtes für Denkmalpflege lässt sich vom Charme von St. Sebastian einfangen. Er fordert die möglichst schnelle Sanierung.

Es seien aber keineswegs persönliche Vorlieben, sondern objektive, vor allem auch denkmalpflegerische Gründe, die die rasche Behebung der Schäden in der Dachkonstruktion sowie im Mauerwerk erforderten, betont der Denkmalexperte. Er weist darauf hin, dass St. Sebastian, die älteste katholische Kirche der Stadt Weiden sei. "Ein echtes Kleinod, schön, intim, ideal für Hochzeiten und kleine Feiern. Einfach ein tolles Kircherl."

Das Landesamt für Denkmalpflege begrüße es sehr, das sich mit dem Förderverein zur Rettung von St. Sebastian ein Kreis von Bürgern gefunden habe, der die Sanierung vorantreibe. Die Bausubstanz werde täglich schlechter. "Es ist höchste Zeit." Das Engagement der Bürger sei "unterstützenswert", betont Karl.

Er bedauert zugleich, dass die Förderzusagen des Landesamtes für Denkmalpflege, der Bayerischen Landesstiftung sowie des Bezirks inzwischen wieder verfallen seien, da das Projekt nicht in Angriff genommen wurde. Spätestens im Herbst müssten der Förderverein sowie die Kirchenstiftung einen Kassensturz machen. Gelinge die Finanzierung der rund 680 000 Euro teuren Sanierung, seien die Anträge neu zu stellen. "Wenn alle an einem Strang ziehen, ist mir nicht bange, dass die Finanzierung gelingen wird."
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Wolfgang Göldner aus Weiden in der Oberpfalz | 29.03.2016 | 19:45  
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