Diamantene Hochzeit bei den Hladiks
Dieses Mal richtig feiern

Erika und Karl Hladik feiern diamantene Hochzeit. Bild: Konrad
Ihre Väter lernten sich nach dem Krieg im Reservelazarett in Wöllershof kennen. Deshalb sind Erika und Karl Hladik ein Paar. "Es war aber nicht ausgemacht!", betont die 82-Jährige. Sie und ihr Mann feiern heute ihren 60. Hochzeitstag.

Beide stammen sie aus Familien von Vertriebenen: Erika Hladik floh aus dem schlesischen Bolkenhain, Karl Hladik aus dem sudetendeutschen Leitmeritz. 1952 führte Erika Hladiks Vater seine Familie in Altenstadt zusammen. So lernten sich die Eheleute kennen und lieben. Doch zu Beginn gab es noch nicht die ganz großen Gefühle: "Es hat uns nicht der Blitz getroffen", sinniert Erika Hladik im Rückblick. "Aber es war von Anfang an Sympathie da." Daraus hat sich viel Zuneigung füreinander entwickelt.

Mehr als 60 Jahre lebte es in Altenstadt. Seit acht Jahren bewohnt es eine Wohnung in Weiden. 42 Jahre war Karl Hladik beim Glashersteller Nachtmann beschäftigt. 27 Jahre war er dort Glasschleifer, die restlichen 15 Jahre in der Qualitätskontrolle. Auch seine Frau arbeitete fünf Jahre in Vollzeit bei Osram, bevor sie sich um die gemeinsamen Kinder Martin und Joachim kümmerte. Die Hladiks sind sehr stolz auf ihre beiden Söhne: "Sie haben uns nie großen Ärger gemacht", findet Erika Hladik. "Einmal hatten wir Angst, als Martin Interrail gefahren ist."

Zur diamantenen Hochzeit besuchen die Eheleute die Familie ihres Sohns Joachim in Regensburg. Die silberne und die goldene Hochzeit haben die Hladiks nur klein gefeiert. Am Samstag soll es dieses Mal ein größeres gemeinsames Familienfest geben. Mit dabei sind auch die Enkel Emil und Marlene .

"Vernünftig sein, den anderen respektieren und akzeptieren", so könne man 60 Jahre zusammenleben, erklärt Erika Hladik. "Es gibt auch mal Reibereien, aber man muss sich wieder zusammenfinden", ergänzt ihr Mann.
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