Diamantene Hochzeit: Theresia und Georg Kick sind glücklich
Einer muss nachgeben

Theresia und Georg Kick feiern am Donnerstag ihren 60. Hochzeitstag. Bild: Götz
Sie genießen aus ihrer Eigentumswohnung den freien Blick auf die Türme der Josefskirche. Und dort hätte Theresia Kick an jenem denkwürdigen 30. Juni 1956 auch gerne geheiratet. Daraus wurde nichts: Sie musste in die damals neue Elisabeth-Kirche vor den Traualtar. "Und geregnet hat's auch", erinnern sich Theresia und Georg Kick kurz vor ihrer diamantenen Hochzeit.

Kennengelernt hat sich das Jubelpaar - wie so viele aus ihrer Generation - beim Tanz in der "Almhütte". "Mein großer Bruder ist mit ihm in die Schule gegangen", erzählt die temperamentvolle 81-Jährige. Und auch die Mutter habe ihr gut zugeredet: "Der Schorsch ist schon recht." Drei Jahre sind sie miteinander gegangen, bevor sie sich dann trauen ließen. Zehn Jahre wohnten sie in Weiden-Ost, zehn in Schirmitz. Vor 41 Jahren kauften sie ihr Domizil in der Leuchtenberger Straße, "auf Vermittlung von Wally Mörtl", betont Georg Kick. Mit seinen 85 Jahren bekennt er sich gerne zur SPD, der er als Schriftführer im Ortsverband dient. Seit nahezu 70 Jahren ist er bei der Gewerkschaft.

"Wir sind eine glückliche Familie", sagen die Ehejubilare. Das Glück machte vor 48 Jahren Tochter Barbara komplett, um deren Garten sie sich kümmern. Besonders stolz sind Theresia und Georg Kick auf die Enkelkinder, auf Daniela (20 Jahre) und Markus (17). "Ich koche immer für uns alle", berichtet Theresia Kick, die sich auch fleißig mit Handarbeiten beschäftigt. Den eher ruhigeren Part übernimmt Georg Kick, der nach der Lehre bei Druckerei Knauf über 44 Jahre hinweg bei Spintler Druck als Schriftsetzer und zuletzt als Korrektor arbeitete. Seit 35 Jahren plagen ihn hartnäckige Krebsleiden, die vier Operationen erforderten. "Wir haben gelernt, auch damit zu leben."

Auf die Frage nach dem Geheimnis einer langen glücklichen Ehe, weiß Theresia Kick die Antwort. "Wir kämpfen auch heute noch. Aber einer muss nachgeben. Das bin ich. Und Schorsch, sag' jetzt bloß nichts Falsches."
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