Die Oberpfälzer Sabine Hoppe und Thomas Rahn berichten über ihre Reise durch das "Wilde ...
Bis ans Ende der Welt

Zwei Oberpfälzer, die sich was trauten. Sabine Hoppe und Thomas Rahn umrundeten mit ihrem Oldtimmer von Freihung aus den Globus und hatten was zu erzählen. Bild: Kunz

"Paula" ist auch nicht mehr die Jüngste. Als Sabine Hoppe und Thomas Rahn aus Freihung (Kreis Amberg-Sulzbach) sich vor acht Jahren anschickten, die Welt zu umrunden, zählte die alte Dame immerhin schon 32 Lenze. Für einen Lkw ein biblisches Alter. Aber der weiße 7,5-Tonner "Paula" hielt durch. Der Mercedes-Kurzhauber trug seine Besitzer über Asien, Nord- und Südamerika bis nach Afrika und darüber hinaus. Am Samstagabend trafen die beiden Globetrotter viele alte Bekannte im voll besetzten Schlör-Saal der Max-Reger-Halle, wo sie einen Vortrag über ihre Reise hielten.

Sabine Hoppe ist inzwischen Realschullehrerin für Deutsch und Kunst. Rahn hat seine Forstwissenschaft an den Nagel gehängt und tourt inzwischen hauptberuflich als Vortragsreisender durch die Lande. Berichte über Asien und Nordamerika hatten die beiden bereits in den Vorjahren gezeigt. Diesmal stellten sie das "Wilde Südamerika" vor, das sie abseits der ausgelatschten Touristenpfade mit ihrem 130-PS-starken Oldtimer "Paula" bis zum Kap Horn bereisten. Angereichert war der Bildervortrag mit vielen persönlichen Erlebnissen.

Auf 30 000 Kilometern ging es durch sieben faszinierende Länder entlang der Anden, von den Wüstenregionen Kolumbiens bis in die gletscherbedeckte Bergwelt Patagoniens und zum Ende der Welt: Feuerland. Spannend, unerwartet und vielschichtig zeigten die beiden Weltenbummler den südamerikanischen Kontinent.

Grandiose Landschaften, indigene Bergvölker, farbenfrohe Feste, chaotische Märkte und herzliche Begegnungen mit den Bewohnern bestimmten ihren Alltag. Die Oberpfälzer erlebten eine unwirtliche Welt, abseits jeglicher Zivilisation. Die eröffnete sich ihnen auf dem kargen bolivianischen Altiplano, zwischen Salzseen und Vulkankegeln.

In roten, grünen und blauen Lagunen fotografierten die Globetrotter Flamingos, gerieten auf 5000 Metern Höhe in einen Schneesturm, der ein Fortkommen unmöglich machte, und verspürten Nervenkitzel auf einspurigen, steil abfallenden Passstraßen in dünner Höhenluft, die nicht nur den Oldtimer "Paula" an seine Grenzen brachte.

Zwölf Monate haben sich die beiden Zeit genommen, den südamerikanischen Kontinent zu durchqueren. Alles wurde in einer lebhaften Sprache kommentiert. Die Besucher sahen einen Vortrag, den man so nicht oft erleben kann. Denn hier erzählten zwei Menschen ihre ganz persönliche Reise. Über seine Abenteuer in Afrika will das Paar im kommenden Jahr berichten.
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