„Die Villa“ soll ein Ort des Genusses, aber auch der Inspiration werden
Essen mit Sinn und Sinn fürs Essen

Zusammen treten sie für hervorragendes Essen und einen achtsameren Lebensstil ein: (von links) Veit Wagner, Waltraud Bauriedl, Josef Schmid (Bioland) und Claudio Rathlef. Bild: otj

Gute Küche, Gastfreundschaft, die begeistert, und ein nachhaltiger, liebevoller Lebensstil: "Die Villa" soll ein Ort des Genusses, aber auch der Inspiration werden. Den Weg zu diesem Ziel präsentierte jetzt Claudio Rathlef vom Villa-Team.

Als Haus der Begegnung sei "Die Villa" eine gemeinnützige Organisation, die vom CVJM mit einem Trägerkreis gegründet worden sei. "Seitdem hat sich unser Haus als eigenständige Organisation entwickelt. Dafür haben wir besondere Werte und Schwerpunkte definiert."

So wolle man ein Netzwerk für Nachhaltigkeit schaffen und gastronomisch neue Akzente in der Oberpfalz setzen. Aber auch interne Abläufe sollten von Werten geleitet werden. Integrativ wolle man sich den Herausforderungen der Zeit stellen. Ein Herzstück bleibt Waltraud Bauriedls gesunde und exquisite Küche, die jetzt noch konsequenter auf den Tellern umgesetzt werde - mit zum größten Teil handgemachten Gerichten. Die eingesetzten Lebensmittel sollen wenn möglich von biologisch arbeitenden Erzeugern und Zulieferern aus der Region kommen - die Villa erfüllt bereits jetzt die strengen Ansprüche von "Bioland", einem renommierten Verband ökologischer Erzeuger. Lebensmittel, die schlichtweg nicht in Deutschland angebaut werden könnten, sollten in Zukunft in der Regel aus Fair-Trade-Produktion stammen.

Saisonale Rezepte


Gekocht werde nach einem saisonalen Kalender, in dem die zu verarbeitenden Lebensmittel mit den Erzeugern geplant und festgelegt würden. Insgesamt setze man auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. "Wenn wir Rind, Hähnchen oder Fisch verarbeiten, dann wollen wir das mit Wertschätzung und Respekt vor der Natur tun. Essen mit Sinn. Sinn für Essen", so die Küchenchefin.

Transparenz sei ein wesentlicher Bestandteil. "Werte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Mitbestimmung sollen im Handeln der beteiligten Menschen nach außen deutlich erkennbar sein." Mit Netzwerkpartnern wie "Slow Food" und "Gemeinwohl-Ökonomie" möchte die Villa diesen Zielen noch mehr Gewicht geben.

Rathlef betonte außerdem: "Wir wollen in all unserem Handeln offen und fair sein und auch diejenigen fördern, die schwierigeren Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt und im sozialen Umfeld gegenüberstehen." So könnte es zum Beispiel eine Kochschule für Asylbewerber und Jugendliche mit schwierigen Lebensbiographien geben.

Auch als Arbeitgeber will "Die Villa" weiterhin Verantwortung übernehmen und Asylbewerbern die Chance zur Integration geben. Weitere Wunschprojekte: Mit einer Kindergartenverpflegung mit gutem Bio-Essen könnte man früh die Weichen für gesunde Ernährung stellen. Koch- und Ernährungskurse, Workshops und Seminare zu Themen wie "Slow Food", Gemeinwohl-Ökonomie oder "Urban Gardening" sind geplant.
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