Diebe stehlen massiven Tisch vor Café Edelweiß - Betreiber zahlen 500 Euro für Hinweis
Ein starkes Stück

Einen solchen massiven Holztisch im Durchgang vor dem "Edelweiß" am Unteren Markt trugen Diebe in der Nacht zum Mittwoch davon: Geschäftsführer Alexander Driessen bittet nun um Hinweise zu den dreisten Tätern. Bild: Schönberger

Vasen verschwinden in Handtaschen, eigens festgeklebte Deko-Hirsche von Toiletten, Bilder von Wänden. In der Nacht zum Mittwoch bekommt gar ein massiver Holztisch Beine im "Edelweiß". "Uns reicht's", sagt nun einer der Chefs - und lobt 500 Euro für den entscheidenden Tipp aus, der auf die Spur der dreisten Tisch-Diebe führt.

Als "Novum" und "super ärgerlich" beschreiben die Geschäftsführer des "Edelweiß" im ehemaligen Alten Eichamt am Unteren Markt das, was am Dienstagnacht irgendwann nach Ladenschluss zwischen 23 und 6 Uhr passiert sein muss: "Einer allein schafft das nicht. Mindestens zwei müssen in dieser Zeit einen der insgesamt vier massiven Holztische aus unserem Durchgang getragen haben", sagt Alexander Driessen - und bittet die Facebook-Gemeinde des "Edelweiß" sowie die NT-Leser um Hilfe. Für den entscheidenden Tipp zu den Dieben loben er und Geschäftsführerkollege Patrick Göldner 500 Euro aus.

So viel ist der Tisch zwar nicht wert. Um die 270 Euro kostet das von einem Schreiner aus Holland handgefertigte und erst im April gelieferte Stück, sagt Driessen: "Aber mir geht's ums Prinzip. Uns reicht's. Es kann doch nicht sein, dass Leute hier einfach mit unserem Tisch wegmarschieren."

Wobei: "Offenbar kann alles gebraucht werden", weiß Driessen. In den vergangenen Jahren verschwanden bereits Vasen, Hirsche, Kerzen, Bilder. "Sogar eine etwa 50 Zentimeter große Skulptur aus Edelstahl war plötzlich weg." Andere Gäste trugen einen Barhocker aus dem Lokal. "Es war so viel los, der Barkeeper hat's erst spät gemerkt und die Hocker-Träger auf Höhe des Brunnens noch gestoppt." Stühle landeten auch schon im Gebüsch oder vor dem Finanzamt. Doch warum?

"Oft handelt es sich um Mutproben oder um alkoholgetriebene Aktionen", weiß Driessen. Im Fall des Holztischs hat er übrigens bewusst darauf verzichtet, die Polizei zu verständigen. Auch die Beamten bräuchten Zeugen. Und die haben die Lokalbetreiber über ihre Facebookseite schon versucht zu animieren. Und wie steht's um die Versicherung? Von ihr sei wenig zu erwarten. "Unsere Tische sind nicht angekettet oder aufgeräumt. Der Aufwand ist zu groß." Dafür seien sie schwer. Wohl kein Beweggrund für die Versicherung, um zu haften.

Das Gute an der miesen Sache: Viele verständige Reaktionen kämen über Facebook rein, sagt Driessen: "Auch ein Schreiner teilt unsere Empörung und bat an, uns gegen ein Danke und ein Tässchen Kaffee unseren Tisch nachzubauen."
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Wolfgang Göldner aus Weiden in der Oberpfalz | 28.10.2016 | 10:31  
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