Dr. Dalal Makari-Pausch arbeitet seit Jahren für eine bessere Welt
Projekte mit Straßenkindern

Ihre Arbeit soll Licht zu den Menschen bringen, sagt Dr. Dalal Makari-Pausch. Bild: sbü

Es gehört viel Mut dazu, in der heutigen Zeit eine Brückenfunktion zwischen Deutschland und der arabischen Welt zu bilden. Einer Frau, die an das Gute im Menschen glaubt, gelingt dieses Kunststück.

(sbü) "Die Arbeit mit den Straßenkindern war mein gefährlichstes Projekt", erzählt Dr. Dalal Makari-Pausch den Besuchern der VHS-Abendveranstaltung "Für eine bessere Welt". Seit vielen Jahren organisiert die deutsch-palästinensische Theaterwissenschaftlerin Projekte mit Menschen in schwierigen Lebenslagen. Vor allem in den arabischen Ländern kümmert sich Dalal Makari-Pausch um traumatisierte Flüchtlinge, um gefährdete Jugendliche und viele andere Menschen, die sich in einer Notsituation befinden.

15 Tage in der Wüste


"Ich will, dass meine Kinder sich durch Malerei, Tanz oder Schauspiel selbst entdecken." Alle ihre Projektteilnehmer nennt Dalal Makari-Pausch "meine Kinder". Damit will sie die besonderen emotionalen Beziehungen ausdrücken, die sich in der Projektarbeit entwickeln. Die Wahl-Weidenerin hat für ihre Arbeit zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten, zuletzt in Tunesien. Beim Abend in der VHS ist der ganze Tisch mit Urkunden, Medaillen und Ehrentellern belegt.

Die Theaterwissenschaftlerin zeigt Bilder ihrer Projekte. "Ich habe 15 Tage lang in der Wüste mit jungen Leuten gearbeitet, die Drogenprobleme hatten." Zunächst hätten sich alle sehr gefreut, dass sich jemand aus Deutschland für sie interessiert. Während der Arbeit hätten die Teilnehmer dann allmählich "zu sich selbst gefunden". Erst auf dieser Basis sei es dann auch möglich, Pläne und eigene Ziele zu entwickeln und darüber nachzudenken: "Wie kann ich mein Leben ändern?"

In ihrem "Straßenkinderprojekt" in Ägypten hätten die 25 Kinder erst gefragt: "Was will diese Frau ohne Kopftuch?" Doch nach einer Woche Arbeit hätte sich die Einstellung der Kinder zu ihr völlig verändert. "Ich möchte das Innere des Menschen erreichen", sagt Dalal Makari-Pausch. Ziel sei die Befreiung von Problemen.

Sie wolle dies aber nicht wie ein Psychotherapeut, vielmehr "spielerisch, mit Malerei, Theater oder Körpersprache" erreichen. Vor allem auch ihr bekanntes Puppen- und Schattentheater wird zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. "Meine Basis ist die Psychologie, und ich versuche Dramatherapie und Psychotherapie zu kombinieren." Dafür habe sie auch schon vor 13 Jahren ein Theaterinstitut gegründet. Zahlreiche Organisationen hätten weltweit ihre Arbeit bisher unterstützt.

Ihr besonderer Dank galt dem Euro-Arabischen Freundeskreis, dessen Vorsitzender, Helmut Six aus München, zur Abendveranstaltung gekommen war. Von Dalal Makari-Pausch erhielt er eine große Ehrenplakette. Auch ihren Freunden und Unterstützern aus Weiden und der Region überreichte die Deutsch-Palästinenserin kleine Dankgeschenke aus arabischen Ländern.

Neue Initiative


Ab sofort will sie mit einer neuen Initiative eine weitere Grundlage für ihre Arbeit schaffen. Das Institut "Drama ohne Grenzen" soll gegründet werden. Den Besuchern des Abends wurde dazu ein Konzeptpapier ausgehändigt. Es ist in englische Sprache abgefasst und überschrieben (sinngemäß übersetzt) mit: "eine globale Initiative zur Bildung menschlicher Werte durch Kunst".

Das Institut sucht Kooperationen mit arabischen und anderen internationalen Institutionen. Unter anderem sollen in verschiedenen Ländern auch Trainer ausgebildet werden und Festivals, Workshops, Seminare und viele andere Veranstaltungen durchgeführt werden. Vorrangige Unterstützer sollen laut Dalal Makari-Pausch "EU, Unicef, aber auch Caritas" sein. Eine eigene Homepage www.drama-without-borders.org werde derzeit entwickelt. Kontakt mit Dr. Dalal Makari-Pausch: P.O. Box 2119 92611 Weiden oder per Mail: dmakari@gmx.net.
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