Dr. Martin Geier gibt Tipps für den Umgang mit Mückenstichen
Attraktive Hautdüfte

Martin Geier. Bild: privat

Weiden/Regensburg. Der Biologe Martin Geier untersucht an der Universität Regensburg, nach welchen Kriterien Mücken ihre Wirte auswählen.

Wie wählen Mücken ihre Opfer aus?

Martin Geier: Mücken wählen durch verschiedene Reize ihre Wirte aus. Das sind Körperwärme, optische Merkmale - Mücken haben Präferenzen für dunkle Flächen - und der Geruch. Kohlendioxid und Duftstoffe, die über die Haut abgegeben werden. Daraus entsteht ein für die Mücke interessanter Cocktail. Manche Menschen geben genetisch bedingt Hautdüfte im optimalen Mischverhältnis ab. Bei Abweichungen erscheint ein Mensch für Mücken weniger attraktiv. Das gilt aber nicht für alle Mückenarten. Jemand, der hier eine bestimmte Mücke anzieht, kann an einem anderen Ort für eine andere Mückenart weniger attraktiv erscheinen.

Wie kann man es vermeiden, gestochen zu werden?

Da kann man nicht sehr viel tun. Sich zu waschen, hilft nur begrenzt. Man kann sich mit Mitteln einreiben, die für Mücken abstoßend sind. Sie wirken eine halbe Stunde bis acht Stunden lang. Auch helle Kleidung, die alle Körperstellen bedeckt, ist nützlich.

Was hilft bei einem juckenden Mückenstich?

Wenn man frisch gestochen wurde, kann man die Stelle lokal auf über 50 Grad erwärmen. Dadurch werden die Eiweiße, die die Mücke unter die Haut gespritzt hat, zerstört, und es juckt nicht mehr. Dafür gibt es Mittel in der Apotheke. Oder man nimmt einen warmen Teelöffel - man muss aber aufpassen, dass man sich nicht verbrennt. In der Apotheke gibt es auch Antijucksalben.
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