Dr. Ute-Heide Kleppik erklärt "Fußangeln moderner Ernährung"
Warnung vor Weizenwampe

Die negativen Folgen der modernen Ernährung zeigte Dr. Ute-Heide Kleppik im Maria-Seltmann-Haus auf. Bild: Bühner

"Fußangeln moderner Ernährung". So überschrieb Dr. Ute-Heide Kleppik ihren Vortrag im Maria-Seltmann-Haus. Was der Titel nur andeutete, geriet zu einer deutlichen Warnung vor einigen der größten Fehler im Ernährungsverhalten.

Um ihre Zuhörer und Veranstalter einzustimmen, bemerkte die Expertin für ganzheitliche Medizin und alternativen Heilmethoden auch gleich zu Beginn: "Ich weiß, heute erschlage ich Sie, danach werden Sie mich nicht mehr einladen." Zu dieser Vorwarnung passte dann auch sehr gut der Begriff der "Weizenwampe". Die etwas deftig klingende Beschreibung der Auswirkungen des hohen Konsums von Weizenprodukten spielte im ersten Vortagsteil eine große Rolle.

"Weizen, das ungesunde Vollkorngetreide", so kennzeichnete die Medizinerin einen der Hauptbestandteile unserer modernen Ernährung. Was heute auf den Feldern wachse, habe nichts mehr mit dem "Urgetreide Weizen" zu tun. Genmanipulierungen, eine lange Reihe von Kreuzungen verschiedener Sorten hätten den heutigen "Kurzstrohweizen" produziert, dessen Ernteertrag zehn Mal so hoch sei als vor 100 Jahren.

"Ohne Dünger ist der heutige Weizen nicht überlebensfähig", sagte sie. Selbst wenn er nicht manipuliert worden wäre, sei er "von Haus aus kein Nahrungsmittel für uns". Kein anderes Lebensmittel rege die Kalorienzufuhr so stark an wie Weizen. Sein "Glykämischer Index" - also die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel - sei mit minus 72 sogar höher als der des Zuckers mit minus 59. "Weizen erhöht den Blutzucker- und Insulinspiegel und unterstützt das Wachstum von Fett.2 Bauchfett begünstige Entzündungsreaktionen im Körper.

Viele Allergene


In modernem Weizen seien viele Allergene zu finden. Dass Zöliakie, die Unverträglichkeit von Gluten, als Erkrankung stark zugenommen habe, liege an der Züchtung verschiedenster Glutensorten im Weizen. Zöliakie könne auch zu weiteren Krankheiten von Haut, Leber oder auch zu Diabetes führen. Andere Bestandteile des Weizens wie "Gliadin und Lektin" könnten die Darmschleimhaut zerstören, so dass schädliche Substanzen ins Blut gelangen können.

Dr. Kleppik empfahl deshalb "alles weglassen, was aus Weizen ist, auch Nudeln und Gries". Dinkel sei unter den Getreidesorten noch die bessere, dennoch stellte die Referentin fest: "Dinkel, Gerste und Hafer haben ähnliche Wirkungen wie Weizen." Schließlich empfahl Dr. Kleppik auch noch: "Ersetzen Sie Weizen nicht durch Reis, Mais oder Kartoffeln" - und versetzte ihre Zuhörer dadurch in eine gewisse Ratlosigkeit über den zukünftigen Speiseplan. Konkrete Ernährungstipps standen jedoch nicht auf der Tagesordnung des Vortrags. Vielmehr wurde bei den weiteren Themen, Cholesterin und Glutamat, ebenfalls auf Ernährungssünden verwiesen.

Die Pharmaindustrie habe es geschafft, einen LDL-Cholesterinwert über 200 als Risiko anzusehen. "Fettarm ist nicht gesund", stellte Dr. Kleppik fest . Fette seien die wichtigsten Energiequellen der Zellen. Aber sie empfahl auf die Art des Fettes dabei zu achten . Das beste Fett sei das Kokosfett, das als einziges bei Erhitzen keine Transfette bilde. Sehr kritisch äußerte sich Dr. Kleppik a uch über das Glutamat, das als Geschmacksverstärker fast in allen Lebensmitteln einschließlich vorkomme und oft auch nur als "Würze, Aroma, Hefeextrakt oder mit E621 bis E625" bezeichnet sei. "Die Dosis ist entscheidend" stellte sie dazu fest.
Alles weglassen, was aus Weizen ist, auch Nudeln und Gries.Empfehlung von Dr. Ute-Heide Kleppik
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