Eigene Entwicklung erfolgreich verkauft
Endlich: Umsatzsprung bei der OWS

Die OWS-Geschäftsführer Hendrik Witte (rechts) und Dipl.-Ing. Lorenz Illgen (Sechster von rechts) führten die Mitglieder der Senioren-Union, JU-Kreisvorsitzende Maria Sponsel und den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht durch das Schienenfahrzeugwerk auf dem ehemaligen PFA- und RAW-Gelände. Bild: Götz

Natürlich: Das Marktumfeld für die Oberpfälzische Waggon-Service GmbH auf dem Areal der ehemaligen PFA bleibt schwierig. Neue Aufträge für die Schienenfahrzeug-Werke sind selten. Um die Belegschaft auszulasten, drängen die großen Hersteller massiv "ins Service-Geschäft", erläutert Lorenz Illgen, Geschäftsführer der OWS. Das Weidener Unternehmen, für dessen Grundauslastung die Konzern-Mutter, die Knape-Holding mit der Wartung der Gleisbauzüge sorgt, konnte im Jahr 2015 einen umso überraschenden Umsatzsprung verbuchen.

Vor fast zwei Jahren stellte die OWS die selbst entwickelte Muldenkippe dem internationalen Fachpublikum vor. Im vergangenen Jahr verkauften die Weidener Bahnexperten 70 Muldenkippen. Mit dem Umsatz von 2,5 Millionen Euro übersprang das Unternehmen die Marke von 10 Millionen Euro. Zudem konnte die OWS ihre Stammmannschaft von 60 auf 100 Mitarbeiter erhöhen.

Den Mitgliedern der Senioren-Union, die unter Leitung von Hartmut Brönner den Betrieb besichtigten, stellte sich auch der neue kaufmännische Geschäftsführer Hendrik Witte vor. Diesen Posten bekleidete bisher Christian Knape, Mitgesellschafter in der Knape-Holding. Er muss sich verstärkt dem Familienunternehmen widmen, bleibt aber Hauptgesellschafter der Weidener OWS. Die gute Entwicklung des Betriebes erfordere einen kaufmännischen Geschäftsführer, betonte Dipl.-Ing. Lorenz Illgen, der sich damit auf den Bereich Technik konzentrieren kann. Witte ist seit fünf Jahren in der Knape-Holding beschäftigt.

Ebenfalls Gast bei den Schienenfahrzeugbauern war Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, der mit der Geschäftsführung hinter verschlossenen Türen sprach. Da die OWS auch mit Eigenentwicklungen aufwartet, könnte für sie der Forschungsetat der Bundesregierung durchaus interessant sein. "Wir stehen vor Innovationen und Investitionen", deutete Illgen an. So erforderte etwa der Aufbau der Radsatzwerkstatt einen Millionen-Aufwand.

Die OWS wartet und setzt derzeit neben den Fahrzeugen aus der Knape-Gruppe Straßenbahnen aus Nürnberg sowie Dieselloks und Reisezugwagen instand. Immer wichtiger werden jedoch Engineering und Fertigung. Hier ergänzt inzwischen die GFK-Werkstatt die Möglichkeiten. Die OWS kann aus dem Stand Karosserieteile liefern, für die andere Betriebe acht Wochen benötigen.
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