Ein Meilenstein im Leben

erfolgreichen Preisträger zusammen mit StD Wolfgang Hecht (links), Schulleiter OStD Dr. Wolfgang Eckstein (2. von links), stellvertr. Landrat Dr. Alfred Scheidler (3. von links) und Bürgermeister Toni Dutz (vorne, 3. von rechts) Bild: wro

Der Übergang von der Ausbildung zum eigentlichen Berufsleben ist heute sehr fließend. Mit dem Abschluss-Zeugnis in der Tasche werden jungen Frauen und Männern gefragte Fachkräfte. Das spiegelt sich nicht nur auf dem Bankkonto wider.

Wiesau. (wro) Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurden am Freitag am Beruflichen Schulzentrum in Wiesau 136 Schüler Auszubildende verabschiedet. 19 der erfolgreichen Absolventen wurden mit Preisen ausgezeichnet.

Pfarrer Martin Schlenks ökumenische Morgenandacht und auch seine Ansprache in der Aula waren einer der besonderen Höhepunkte. "Vorbei ist nun die Zeit der Magenschmerzen, aber auch die Freude über gelungene Tests." Vorbei sei auch das Feilschen um gute Noten, auch die Zeit der Freundschaften, die man während der Berufsschulzeit schließen konnte. Der Seelsorger mahnte aber auch: "Ein Neuanfang gelingt immer. Man braucht dazu nur Vertrauen und Mut."

Studiendirektor Wolfgang Hecht stellte nochmals klar: "Ab sofort können Sie als Fachkräfte eingesetzt werden." Das zeige, wie gut das Gesamtsystem funktioniere. "Wahrscheinlich werdet ihr das nur auf dem Bankkonto spüren, obwohl dieser Übergang ein Meilenstein in eurem Leben ist. "

Vor vielen Jahren nannte man diese Art der Veranstaltung "Freisprechung" erinnerte Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein an die Feiern früherer Zeit. Die Berufsausbildung stelle einen Wert dar, fuhr Eckstein fort: "Ihr seid jetzt gefragte Fachkräfte", war er stolz auf das hohe Ausbildungsniveau der Wiesauer Schulen.

Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler mahnte die Absolventen, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen: Das Leben sei eine lange Wanderung, hinauf auf einen Berg. Über den heutigen Meilenstein dürfe man sich freuen. "Aber bleibt nicht zu lange stehen."

Die Antwort, wie lange man sich mit dem Thema Notunterkunft in der dringend benötigten Dreifachturnhalle noch befassen müsse, musste Scheidler freilich schuldig bleiben. Für diese Frage hatte auch Bürgermeister Toni Dutz keine Antwort parat. Der Beiratsvorsitzende betonte, dass der Berufsschulbeirat keineswegs nur ein besserer Elternbeirat sei, und zeigte sich enttäuscht, dass von den geforderten zehn neuen Klassenzimmern nur sieben verwirklicht werden konnten: "Wenn der Run auf unsere Berufsschule weiter so anhält, dann werden wir nicht umhin kommen, die Containerlandschaft weiter stehen zu lassen."

Das Abschlusszeugnis sei die eine Sache", schloss Studiendirektor Hecht. "Es spiegelt die schulischen Leistungen wider." Die Absolventen sollten aber nicht nur die guten Noten mitnehmen, sondern auch ein bisschen von der regionalen Kultur." Der kleine Rückblick auf Wiesauer Leberkässemmeln und Zoigl war schließlich das Stichwort für den Höhepunkt der Veranstaltung. 19 "Schulbeste" freuten sich nicht nur über ihre Zeugnisse, sondern auch auf Urkunden der Regierung, Geldpreise des Landkreises und des Berufsschulbeirates.

Die PreisträgerDie Preise des Berufsschulbeirates (Urkunde der Regierung und einen Buchgutschein über 30 Euro) gingen an: Alexander Amann, Ausbildungsberuf: Metallbauer-Konstruktionstechnik, Ausbildungsbetrieb: Witron Parkstein (Notendurchschnitt: 1,5)

Daniel Krieglsteiner, Metallbauer-Konstruktionstechnik, Ausbildungsbetrieb: Witron Parkstein (Notendurchschnitt: 1,5); Manuel Tauber, Metallbauer Konstruktionstechnik, Horn Plößberg (1,5); Jonas Heindl, Werkzeugmechaniker, Zechmayer Grafenwöhr (1,5); Steffen Ochs, Werkzeugmechaniker, Wiesauplast Wiesau (1,5); Dominik Schnurrer, Kfz-Mechatroniker, Kfz-Weber Waldsassen (1,5); Fabian Münch, Konstruktionsmechaniker, Alpha GmbH Cham (1,42); Nicolas Schegerer, Konstruktionsmechaniker, Alpha GmbH Cham (1,42); Marina Schneider, Kaufmann im Einzelhandel, Aldi Waldershof ( ,42) Maximilian Dostler, Kfz-Mechatroniker, Enslein-Schönberger Erbendorf (1,37); Julia Robl, Bürokauffrau, Anker Knopf Tirschenreuth (1,33); Stefan Grabinger, Konstruktionsmechaniker, Herding GmbH Amberg (1,14); Fabian Pechlaner, Fachinformatiker, Krones AG Neutraubling (1,12); Christoph Plößl, Fachinformatiker, TGW GmbH Teunz (1,12).

Die Landkreispreise (Urkunde der Regierung und einen Geldpreis über 50 Euro) erhielten: Matthias Meier, Metallbauer Konstruktionstechnik, Witron Parkstein (1,0); Matthias Filbinger, Werkzeugmechaniker, Schmelzer Waldershof (1,0); Karina Fuchs, Köchin, Wiesend Kulmain ( 1,0); Christoph Gehret, Kaufmann im Einzelhandel, E-Center Tirschenreuth (1,0); Christof Kühnel, Fachinformatiker, Krones Neutraubling (1,0).

Knapp vorbei an einer Preisverleihung schrammten Florian Janker, Simon Wagner, Manuel Friedl (alle TGW GmbH Teunz), Thomas Friedl (CSG GmbH Tirschenreuth) und Dominik Handl (Krones AG Neutraubling). Sie erhielten je einen "süßen" Trostpreis. (wro)
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