Einblick in den Flussspatbergbau

Den Flussspatbergbau möchte der Bergknappenverein Marienschacht ins Blickfeld rücken. In der Nähe des Kocherstollens soll ein Demonstrationsstollen errichtet und das bestehende Lagergebäude mit angebauter WC-Anlage in ein Informationsgebäude mit Toiletten umgenutzt werden.

Dem Gemeinderat lag ein entsprechender Bauantrag des Bergknappenvereins Marienschacht Wölsendorf vor. Wie Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger berichtete, liege das vorgesehene Vorhaben im Außenbereich und sei im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche dargestellt. Der geplante Demonstrationsstollen soll als Ersatz für das mittlerweile verschlossene Besucherbergwerk "Heinrich-Kocher-Stollen" dienen. Das neu entstehende Informationsgebäude wird einen vertieften Einblick in den Oberpfälzer Flussspatbergbau vermitteln.

Einstimmig genehmigt


Eine Privilegierung im Außenbereich ist nicht gegeben. Somit liegt eine Beurteilung als "sonstiges Vorhaben" vor. Es kann nur zugelassen werden, wenn keine öffentliche Belange tangiert sind. Eine Beeinträchtigung öffentlicher Interessen muss im weiteren Genehmigungsverfahren geklärt werden, so Grabinger. Eigentümer des Grundstücks ist die Gemeinde Schwarzach bei Nabburg. Die Nachbarn verweigerten die Unterschriften. Das Gremium erteilte das gemeindliche Einvernehmen ohne Gegenstimme.

Hubert Seebauer beantragte die Rodung von Teilflächen auf Grundstücken der Gemarkung Unterauerbach. Der Antragsteller beabsichtigt auf dem Areal von 5 400 Quadratmetern den Neubau einer Betriebsleiterwohnung als Ersatz für das abgebrannte Wohnhaus sowie die Errichtung einer Halle zur Lagerung von Hackschnitzel und Maschinen. Auch eine Streuobstwiese wird angelegt. Die beantragte Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet. Die Gemeinde erhebt keine Einwände gegen den Rodungsantrag. Gegen den weiteren Antrag zur Erstaufforstung mit Mischbestand auf einer Teilfläche von 8 300 Quadratmetern hatte der Gemeinderat ebenfalls nichts einzuwenden. Die betroffenen Grundstückseigentümer stimmten dem Vorhaben durch Unterschrift auf dem Antragsschreiben bereits zu. Die erforderlichen Abstände zu öffentlichen Feld- und Waldwegen sowie Verkehrsflächen sind einzuhalten.

Im Hinblick auf die gesetzliche Regelung gewährte die Gemeinde für die Forschungsgrabungen der slawischen Siedlung in Dietstätt 2002 einen Zuschuss in Höhe von 1 000 und in weiteren Jahren noch zusätzlich 1 500 Euro, erinnerte Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger. Zur Fortsetzung der Forschungsarbeiten bewilligte das Gremium eine Zuwendung von 1 000 Euro als außerplanmäßige Ausgabe. Das Plenum ist überzeugt, dass die Forschungsgrabungen wertvolle Aufschlüsse über die Siedlungsgeschichte der Gemeinde und des gesamten Naabtales bringen.

BR-Radltour am Dorfplatz


Grabinger gab aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung den Ankauf eines neuen Anhängers für die Bauhofausstattung in Höhe von 9 000 Euro an die Firma Schwendner aus Stulln bekannt. Der Vorsitzende informierte, dass die BR-Radltour 2016 am Montag, 1. August, von 12.39 bis 14.15 Uhr am Dorfplatz in Wölsendorf Mittagsrast einlegt.
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