Einsatz für Flüchtlinge belohnt
"Weidener Sozialpreis" für drei Vereine

Den Einsatz um die Integration insbesondere von Flüchtlingen würdigt die SPD mit dem Sozialpreis. Dieses Jahr geht er an DJK, Handballclub und DLRG. Stadtrat Dr. Matthias Loew (stehend, Vierter von links), Parteichef Norbert Freundorfer (Sechster von links) und SfL-Vorsitzender Herbert Tischler (Achter von links) lobten ihre Leistungen. Bild: Kunz

Der "Weidener Sozialpreis" steht heuer ganz im Zeichen des Flüchtlingsdramas. Die SPD verleiht ihn an drei Vereine der Stadt, die sich engagiert um die Integration kümmern: DJK, Handballclub und DLRG.

"Kein anderes Thema hat im vergangenen Jahr Politik und Öffentlichkeit so sehr bewegt wie das Flüchtlingsdrama", betonte SPD-Stadtverbandsvorsitzender Norbert Freundorfer bei der Preisverleihung im DJK-Bistro. "Und wenn ich zurückdenke an den Monat August, kann ich sagen, dass ich selten so stolz war auf unser Heimatland wie an diesen Tagen." Inzwischen sei die Euphorie dem Alltag gewichen. In der Bevölkerung mache sich Sorge breit, wie unsere Gesellschaft eine Million Zuwanderer verkraften könne. "Aber ich bin der festen Überzeugung, dass das alles geschafft werden kann."

Soziales Umfeld wichtig


Die Kommunalpolitik müsse die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Aber ein Dach und Essen ersetzten keine Heimat. Heimat sei auch ein soziales Umfeld. Und dafür sorgten in der Stadt viele Gruppen, aber vor allem auch viele Sportvereine. "Die ausgezeichneten Vereine stehen stellvertretend für andere, die sich für Flüchtlinge eingesetzt haben", betonte Stadtrat Dr. Matthias Loew. Der "Weidener Sozialpreis" geht auf seine Initiative zurück. Mit der Urkunde ist auch ein Preisgeld verbunden.

Die Laudatio hielt der Vorsitzende des Stadtverbands für Leibesübungen, Herbert Tischler. Die Ereignisse in der Welt respektierten Weihnachten nicht, sagte er. Das Elend der Heimatlosen und Vertriebenen berühre ganz Deutschland. Viele wollten nichts als Frieden und Arbeit. "Hier beginnt die Arbeit der Ehrenamtlichen." Ein großes Lob zollte Tischler der DLRG, die ihre Baderegeln in 26 Sprachen veröffentlicht habe.

"Weiter so", sagte Reinhold Wildenauer, Chef der ebenfalls ausgezeichneten DJK. Für die DLRG sprach Vorsitzende Andrea Glaubitz, für den Handballclub Projektleiterin Maria Dirnberger. Ausgezeichnet wurden die Handballer, weil der Verein bereits im April 2015 das Projekt "Sport Connects" ins Leben gerufen habe und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Ballsport ermögliche. Dies mündete im Juli in ein Fußballkleinfeldturnier am Jugendzentrum und hat sich seit September mit regelmäßigem Sportbetrieb etabliert.

Die DJK integriere jugendliche Spieler in den normalen Fußballbetrieb. Und die DLRG Weiden habe aktive Mitglieder aus dem Kreis der Flüchtlinge und Asylbewerber gefunden, organisiere Schwimmkurse für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und die Gerhardingerschule.

Augenmerk auf Integration


Der Sozialpreis wurde zum achten Mal verliehen. Das Augenmerk liegt von Beginn an auf der Integration durch den Sport, weil der per se international und multikulturell sei. Dr. Loew: "Was liegt also näher, als Neuankömmlinge über sportliche Aktivitäten zu integrieren."
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