Elly-Heuss-Gymnasium startet mit vier anderen Nationen ins Erasmus-Plus-Programm
Europäische Werte im Fokus

Transnationales Lernen ist Ziel des Erasmus-Plus-Projektes. Schüler des Elly-Heuss-Gymnasiums und Jugendliche aus Dänemark, Italien, Türkei und den Niederlanden freuen sich auf die Zusammenarbeit. Bilder: Schönberger (2)

"Toleranz, Akzeptanz und gemeinsames Arbeiten." Diese drei Ziele betont OB Kurt Seggewiß beim Empfang im Neuen Rathaus. Schüler des Elly-Heuss-Gymnasiums und Gäste aus Italien, Türkei, Dänemark und den Niederlanden starten mit dem Erasmus-Plus-Programm eine dreijährige Zusammenarbeit.

Von Partnerschulen aus Dänemark (Vester Skerninge), der Türkei (Bilecik), Italien (Agrigento) und den Niederlanden (Almere) besuchen Schüler und Betreuungslehrer das Elly-Heuss-Gymnasium für eine gemeinsame Projektwoche. Das Gymnasium ist für die nächsten drei Schuljahre Teilnehmer des Erasmus-Plus-Programms. In diesem Rahmen gestalten die Jugendlichen das Projekt "Something for Nothing: Schule in einer vielfältigen Gesellschaft", das die Förderung transnationaler Zusammenarbeit zwischen Schulen fokussiert. Das Ziel ist, gemeinsam mit den Kindern Ideen zu entwickeln, wie sich Schulen an gesellschaftlichen Veränderungen beteiligen können.

Im großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses empfängt OB Kurt Seggewiß seine Gäste. Die Wahl von Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten überschattet das Ereignis an diesem Tag. "Ich bin schockiert über die Wahl in den USA. Wir wollen keine Politik, die mit Populismus, Rassismus und Hass arbeitet", beginnt Seggewiß auf Englisch. Dort, wo ihm die Worte fehlen, helfen Schüler und Lehrer. "Unsere Werte sind Akzeptanz, Toleranz und gemeinschaftliches Arbeiten. Junge Menschen müssen sich miteinander treffen und gegenseitig besuchen", betont der Oberbürgermeister.

Aktive Bürger für Europa


Das Projekt zeigt, dass internationale Kooperationen zwischen Schulen funktionieren. Transnationale Erfahrungen sammelten die Schüler vom "Elly Heuss" schon vorher beim Comenius-Programm. Der Projektleiter aus Dänemark, Thomas Visby, unterstreicht ebenfalls die Wichtigkeit des Projekts: "Der heutige Morgen steht für einen historischen Wandel. Die Zukunft wird unsicherer. Wir müssen lernen, uns über die Grenzen hinweg besser zu verstehen. Wir müssen uns an unsere Werte erinnern, aber auch im Hinterkopf behalten, dass dies die Werte von allen Menschen sind." Sein Wunsch: "Wir brauchen aktive Bürger in Europa, die mehr zwischen den Ländern reisen."

Eine Schülerin äußert die Hoffnung: "Vielleicht ist die Wahl von Donald Trump auch die Chancen, die Menschen in Europa näher zusammenzubringen."
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