Elterntag an der Höheren Landbauschule in Almesbach
Hofübergabe richtig gestalten

Landwirtschaft aus Leidenschaft: Beim Elterntag diskutierten die Hoferben von morgen mit ihren Vätern und Müttern über die Übergabe. Bild: hfz

Passend: Beim Elterntag an der Höheren Landbauschule in Almesbach diskutierten die Studierenden über das Thema "Hofübergabe - richtig gestalten". Jung und alt - wie funktioniert's?

Beim Betriebsrundgang, konnten sich die Eltern von den Vorzügen des Schulstandortes überzeugen: Praxisnähe mit Versuchsbetrieb, Ställe und ein hoch modernes Energiekonzept. Die Studierenden Andreas Härtl und Christian Rothballer stellten den Ablauf des Schuljahrs vor. Höhepunkte waren Lehrfahrten nach Hannover zur Agritechnica und zur Grünen Woche nach Berlin.

Gar nicht mal uneinig


Am Ende bearbeiteten Väter, Mütter sowie die Studierenden die Frage: "Welche Erwartungen haben wir an die Familie und die Zukunft des Betriebs?" Die Auswertung zeigte, dass sich die Erwartungen zum größten Teil überschneiden. So war es allen wichtig, dass auf den Hofnachfolger langsam Verantwortung übertragen wird und dass die Freizeit angemessen und gleichberechtigt gestaltet wird. Auch muss ein Rückzugsbereich für jede Generation auf der Hofstelle vorhanden sein. Den Studierenden war es wichtig, dass die Eltern die Abfindung der weichenden Erben regeln, um Streit zu vermeiden, und bereits jetzt über die Hofübergabe gesprochen wird.

Im Anschluss folgte ein Praktikervortrag von der Familie Fütterer aus Sassenhof. Seniorchef Leonhard Fütterer war es sehr wichtig, dass die Übergabe lange geplant wird und die Hofübergabe fließend und ohne Probleme verlaufen soll. Wichtig ist es, frühzeitig Verantwortung auf den Hofnachfolger zu übertragen, damit er in seine Aufgaben langsam hineinwachsen kann. Des Weiteren sollten täglich anfallende Arbeiten aufgeteilt werden. Er appellierte, dass jeder in der Betriebsleiterfamilie den anderen im Notfall vertreten kann. Im Anschluss erzählte Junior Martin Fütterer über seine Erfahrungen. Für ihn stand der Friede in der Familie immer im Vordergrund. Ulrich Härtl vom Bayerischen Bauernverband bot einen Überblick, was es rechtlich zu beachten gibt. Hauptaussage war, dass für jeden durch Beratung eine individuelle Lösung gefunden wird.
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