EM-Tagestipp
Raus aus der Tristesse des Alltags

Florence Radtke. Bild: hfz
Zur heute beginnenden Fußball-Europameisterschaft in Frankreich verzichten wir auf tierische Orakel. Stattdessen setzen wir auf die Tipps von "Experten" aus Weiden oder dem Landkreis Neustadt, die Verbindungen zu einem Land haben, das am jeweiligen Spieltag im Einsatz ist. Den Auftakt macht die Französin Florence Radtke aus Pirk.

Die 49-Jährige kam 1993 als Germanistik-Studentin nach Deutschland. Mit ihrem Mann plant sie pünktlich zum EM-Auftakt einen Besuch bei ihren Eltern nahe Paris. "Sie wohnen nur 20 Minuten vom Stadion St. Denis entfernt, wo Frankreich das Auftaktspiel gegen Rumänien bestreitet", sagt sie.

Eine ausgelassene EM-Stimmung machte sie in ihrem Heimatland bisher noch nicht aus - "überhaupt nicht vergleichbar mit früheren Turnieren". Stattdessen herrsche bei den Franzosen eine latente Angst. "Die Anschläge in Paris vom November 2015, die Angst vor drohenden Attentaten bei den Titelkämpfen und die derzeitigen Gewerkschafts-Streiks: Meine Landsleute haben aktuell anderes im Kopf als die Fußball-EM." Allerdings sieht Radtke das Turnier auch als Chance für ihre Landsleute, "der Tristesse des Alltags zu entfliehen".

Radtke selbst plant mit ihrem Mann den Besuch des Vorrundenspiels Spanien gegen Kroatien in Bordeaux. "Zwar haben wir noch keine Tickets, aber vielleicht ist es dort etwas leichter als in Paris - wenn wir überhaupt hinfliegen können und die Fluglotsen nicht streiken." Die Pirkerin drückt den Gastgebern die Daumen und hofft, "dass sie am Ende den Pokal nach Frankreich holen".

Frankreich - Rumänien 2:0
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