Emmi Wittmann, Petra Thienwiebel und Naima Abdillahi erzählen von ihrem Aufbruch in die ...
Drei Flüchtlingsfrauen

Drei Flüchtlingsfrauen: Die Geschichten ihres Aufbruchs und Ankommens zu verschiedenen Zeiten in der Geschichte erzählten: (von links) Naima Abdillahi, Petra Thienwiebel und Emmi Wittmann. Bild: Dobmeier

Emmi Wittmann, Petra Thienwiebel und Naima Abdillahi, jede wagte den Aufbruch in die Ungewissheit und das Ankommen in der Fremde, die zur Heimat werden soll. Beim Dekanatsfrauengottesdienst berichteten die drei so unterschiedlichen Flüchtlingsfrauen.

Ihre Erzählungen bildeten den Mittelpunkt des Dekanatsfrauengottesdiensts in Kreuz Christi. Den biblischen Bezug stellten die Mitglieder des Teams für Frauenarbeit im Dekanat Weiden, Pfarrerin Lisa Weniger, Evelyn Krähe, Gertrud Bäumler-Lenz, Nannette Schrenk-Lamche, Bettina Hahn und Karin Weigl, mit der Geschichte von Miriam, der Schwester von Moses, her.

Emmi Wittmann floh in den Wirren des Zweiten Weltkrieges nach Bayern. Sie musste von heute auf morgen alles aufgeben, das Vertraute zurücklassen, um der ständiger Bedrohung zu entgehen. Nach den schrecklichen Erlebnissen und Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges baute sie sich mit ihrer Familie eine neue Zukunft auf, in einer neuen Heimat.

Im Gegensatz zu den beiden anderen ist Petra Thienwiebel freiwillig aufgebrochen. Der politische und wirtschaftliche Zusammenbruch der DDR brachte einerseits Freiheiten, aber auch den Verlust von Sicherheit und vertrauten Strukturen. Es war ein Aufbruch in eine ungewisse Zukunft, sowohl wegen des Arbeitsplatzes, der Wohnmöglichkeiten, als auch der anderen Mentalität der Menschen in Bayern.

Die Sehnsucht nach Sicherheit, nach einem Leben in Freiheit hat Naima Abdillahi angetrieben, aus Somalia wegzugehen. Über viele Stationen floh sie aus einem vom Krieg gebeutelten Land, um ein besseres Leben zu finden. Mit Energie und Mut nimmt sie ihr Leben in Deutschland selbst in die Hand.

Im Anschluss an das Statement der Frauen konnten die Gottesdienstbesucher mit den Frauen ins Gespräch kommen, nachfragen und diskutieren. Tenor: Jeder Aufbruch bedeute Ungewissheit, aber auch die Chance anzukommen und sich für ein neues Leben zu öffnen. Musikalisch umrahmten Annemarie Scholz an der Orgel, Birgit Mislik und Sybille Wagner (Querflöte) den Gottesdienst.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dekanat (4)Naima (2)Kreuz Christi (1)
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