Endgültige Zusage aus Macerata zur Jubiläumsfeier steht noch aus
Bangen um Italienischen Markt

Wir haben beschlossen, uns heuer auf das Max-Reger-Jahr zu konzentrieren und dafür das Stadtjubiläum in kleinerem Rahmen mit Beteiligung der Vereine zu begehen.Zitat: Petra Vorsatz, Leiterin des Amtes für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus

Die Quartiere sind besorgt, 20 Stände für die Gäste aus Macerata eingeplant. Was jetzt noch fehlt, ist die endgültige Zusage aus Italien. Denn der Italienische Markt soll am Samstag, 16. Juli, den Glanzpunkt der 775-Jahr-Feier bilden.

Ein bisschen frustriert klingt Kulturamtschefin Petra Vorsatz schon, als sie am Montag berichtet: "Ich schreib' jetzt die zwanzigste Mail nach Macerata, um zu erfahren, ob die Zusage definitiv steht." Doch gleich darauf erklärt sie schmunzelnd: "Es gibt eben doch einen Mentalitäts-Unterschied." Und deshalb setzt sie weiter darauf, dass die Zusage früher oder später sicher eintreffen wird.

Immerhin: Was auf dem Markt angeboten werden soll, wurde ihr schon vor einiger Zeit mitgeteilt. Wurst, Käse, Wein, Likör, Obst, Hanfwaren und Handtaschen finden sich auf der umfangreichen Liste aus Macerata. "Auch Weidener Vereine können mit einem Info- oder Verkaufsstand daran teilnehmen", sagt Vorsatz. Am Oberen Markt vor dem Alten Rathaus soll das bunte Treiben stattfinden. Die Trachtenvereine "Almrausch" und "D' Altbairischen" lockern das Programm mit Volkstänzen auf. Der Verein "Freie Fotografen" organisiert eine Ausstellung in der städtischen Galerie mit Motiven aus der Oberpfalz. "Zwei, drei Vereine mit zusätzlichen Ideen lassen sich sicher noch ins Programm einbauen", wirbt Petra Vorsatz um Meldungen ans Kulturamt.

Weitere Großveranstaltungen zum 775-jährigen Bestehen der Max-Reger-Stadt sind nach ihren Worten nicht vorgesehen. "Es war ein dringender Wunsch, unter anderem von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Bürgermeister Jens Meyer, das Max-Reger-Jahr heuer groß zu feiern." Der 100. Todestag des Komponisten sei schließlich ein besonderer Anlass. Weil das die Stadtkasse ohnehin strapaziere, sei beschlossen worden, die 775-Jahr-Feier dafür in kleinerem Rahmen - mit Beteiligung der Vereine - zu begehen. "Die 750-Jahr-Feier haben wir damals ja groß gefeiert", erinnert Petra Vorsatz an das Stadtschauspiel, das von Regisseur Dieter E. Neuhaus spektakulär in Szene gesetzt worden war.

Kein Stadtschauspiel


Apropos Stadtschauspiel: Stand das für 2016 nicht auch mal zur Diskussion? Die CSU hatte im Kulturbeirat 2009 einen Antrag eingebracht, alle fünf Jahre ein Stadtschauspiel zu organisieren. Aus Kostengründen wurde das abgelehnt. Wobei die Anregung blieb, zumindest zum 775-Jährigen ein Schauspiel auf die Beine zu stellen. Doch diese Idee ist offenbar im Sande verlaufen. Vorsatz: "Heiner Schreml wollte ein Stadtschauspiel organisieren. Aber seitdem habe ich nichts mehr davon gehört." Der Architekt aus Parkstein weist derartige Pläne von sich. "Das ist offenbar ein Missverständnis", meint er. "Ich habe 2015 eine kleine Szene beim Alten Rathaus aufführen lassen. Aber ein großes Stadtschauspiel zum Jubiläum plane ich nicht."

Wir haben beschlossen, uns heuer auf das Max-Reger-Jahr zu konzentrieren und dafür das Stadtjubiläum in kleinerem Rahmen mit Beteiligung der Vereine zu begehen.Petra Vorsatz, Leiterin des Amtes für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus
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