Erlebnismesse der Berufe in Europaberufsschule
Praxis schmeckt besser

Die Praxis sagt mehr als tausend Worte in einer Informationsbroschüre. Die Berufsschule half mit einem Tag der offenen Tür bei der Berufswahl. Bild: sbü

Berufe zu erleben und mit den Händen zu fassen ist bestimmt wertvoller als einen Vortrag zu hören oder eine Informationsschrift zu lesen. Die Europaberufsschule hat diese Erlebnisse am "Tag der offenen Tür" möglich gemacht.

Vielleicht werden bei der Ausbildungsmesse in der Max Reger Halle im April etwas mehr Berufstätigkeiten und Ausbildungen vorgestellt. Doch was am Tag der offenen Tür in der Europaberufsschule möglich war, kann in einer externen Veranstaltungshalle nur zum Teil realisiert werden. In echten Werksstätten feilen, sägen, hämmern, backen, Schaltpläne erstellen oder einen Motor zerlegen. Die Liste der Betätigungsmöglichkeiten könnte beliebig verlängert werden.

Morgens um 9 Uhr wurden die Schultüren geöffnet. Und sofort füllte lautes und quirliges Schülerleben die Werkstätten, Flure und umgebauten Schulräume. Lehrpersonal von Schulen und externen Ausstellern sorgten dafür, dass die Schüler überall Gelegenheit hatten, sich unter Anleitung aktiv zu betätigen und dazu auch alle notwendigen Informationen bekamen.

Was vielleicht für anstehende Schulabsolventen das Wichtigste war: Auszubildende und damit fast noch Alterskollegen der Schüler standen Rede und Antwort. Da wurde nicht die Sprache der Erwachsenen gesprochen, sondern die der Jugend. Und wenn ein 14-Jähriger dann hört, dass eine bestimmte Ausbildung großen Spaß macht, bleibt das bestimmt in Erinnerung.

Ein Blick in das Programm des Informationstages zeigt die vielen Aktivitäten. Zum Beispiel konnte man in der Bäckerwerkstatt Flechtgebäcke selbst herstellen. Bei den Industriemechanikern bauten Schüler pneumatische und hydraulische Steuerungen zusammen und bei den medizinischen Fachangestellten hieß es "Schüler messen Schülern den Blutdruck". Eine Zeitreise im Büro der Zukunft, Frisuren selbst erproben oder auch ein Vortrag über Falschgelderkennung standen im Angebot.

Den Schulleiter Josef Weilhammer hielt es an einem solchen Tag auch nicht in seinem Büro, auch er stand den Besuchern gerne Rede und Antwort. Weilhammer betont im Gespräch immer wieder sein Anliegen, junge Menschen für die duale Ausbildung zu gewinnen. Das Schulberatungsteam der Europaberufsschule und Berufsberater der Agentur für Arbeit standen für alle Fragen rund um die Berufsausbildung zu Verfügung. Der "Tag der offenen Tür" war eingebettet in die "Woche der Aus-und Weiterbildung" und erhielt somit in diesem Jahr besondere öffentliche Aufmerksamkeit.
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