Erste Hilfe vor dem Notarzt
First Responder jeden dritten Tag im Einsatz

Finanzspritze für die First Responder (von links): Franz Bruckschlegl, Johannes Winkler, Maximilian Knab, Armin Daubenmerkl, Reinhold Strobl und Gerhard Dotzler. Bild: hfz

Freudenberg. Begonnen haben die First Responder Freudenberg vor zehn Jahren als Helfer vor Ort. Sie betraten damit Neuland und waren ganz schön mutig. Denn so einfach sind die Aufgaben nicht, denen sie sich stellen müssen. Mit Erster Hilfe ist es nicht getan, wenn sie als erster am Notfallort ankommen.

Während Rettungsfahrzeuge über zehn Minuten brauchen, bis sie in der Gemeinde Freudenberg am medizinischen Einsatzort sind, stehen die First Responder schon wertvolle Minuten früher da. Sie leisten erweiterte Erste Hilfe, so der Fachbegriff. Das bedeutet, dass sie mindestens einen Sanitäter-Lehrgang, einige sogar eine zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert haben. Alle drei Jahre müssen sie eine Prüfung ablegen. Wichtig bei ihren Aufgaben ist auch, den Opfern und Angehörigen die Angst zu nehmen. Psychologische Betreuung könnte man das nennen. "Wir spielen hier nicht den Notarzt", sagt Armin Daubenmerkl, "aber in diesen wenigen Minuten, die wir vor dem Notarzt da sind, haben wir die Chance, vorbereitende Arbeit zu leisten, um dem Arzt die Möglichkeit zu geben, Leben zu retten".

Von dem Feuerwehrarzt Dr. Michael Körber werden sie beraten. Er leitet die Nachbesprechungen, spielt alle wichtigen Einsätze nochmal durch und gibt wertvolle Tipps.

Mittlerweile sind die First Responder im Durchschnitt jeden dritten Tag im Einsatz und ihre Truppe ist auf zehn Helfer angewachsen. Daubenmerkl freut es sehr, dass auch junge Menschen mitmachen. Abgeordneter Reinhold Strobl (SPD) war beeindruckt von den Ausführungen der Freudenberger First Responder. "Es ist immer wieder ermutigend mit Menschen zu reden, die etwas für die Allgemeinheit tun, was in der heutigen Zeit nicht mehr alltäglich ist." SPD-Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender Gerhard Dotzler erinnerte an die Gespräche im Gemeinderat, ob die Freudenberger First Responder unter das Dach der Freiwilligen Feuerwehr aufgenommen werden sollen.

Anfängliche Skepsis


"Nach anfänglicher Skepsis haben wir uns entschlossen, dieses Ansinnen zu unterstützen. Wir wussten, dass das mit Geld verbunden sein wird. Wir erkannten aber die notwendigen Gründe. Eine Ausrüstung ist zwar nicht so umfangreich wie die einer Feuerwehr, aber auch sie muss dem neuesten Stand entsprechen."
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