Erster Bauabschnitt für den Damm am Weidingbach bald fertig
Volldampf gegen Hochwasser

Die Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten: Davon überzeugten sich die Delegierten des Vereinskartells Weiden-West und zahlreiche Bewohner der Brandweihersiedlung bei einer Ortsbesichtigung mit Experten des Wasserwirtschaftsamtes, der Bundeswehr und der ausführenden Firma. Bild: R. Kreuzer

Mitte bis Ende Juni soll es so weit sein: Dann wird der erste und größte Bauabschnitt an den Dämmen im Bereich Brandweiher fertiggestellt. Das erfuhren Anwohner und Kartellmitglieder bei einer Besichtigung vor Ort.

Nicht nur Delegierte des Vereinskartells Weiden-West hatten sich zur Informationsveranstaltung eingefunden. Auch Bewohner der Siedlung am Brandweiher nutzten die Chance, sich einen ersten Überblick über die durchgeführten Arbeiten am Hochwasserdamm Weidingbach zu verschaffen. Denn die Baustelle ist sonst nicht zu besichtigen, da sie im Bereich des Übungsplatzes der Bundeswehr liegt. Ein Plan an einer großen Stellwand verdeutlichte den Gästen die geplanten Maßnahmen im Bereich westlich des Brandweihergebietes und der nahen Eigenheime. Kartellvorsitzender Hans-Jürgen Gmeiner begrüßte den Kommandeur des Bataillons 131, Christian Kiesel, und Standortfeldwebel Martin Witt, die ihre Besucher auf der Panzerstraße zu den nahe gelegenen Dämmen führten.

Planung startete 2008


Von der Firma SKI GmbH und Co. KG hielt der beratende Ingenieur für Wasserbau, Diplom-Ingenieur Florian Barnerssoi, umfassende Informationen bereit. Das Hochbauamt vertrat Christian Pirner. Er erinnerte daran, dass die ersten Planungen bereits im Jahr 2008 begonnen hatten. Die Projektierung sei schwierig gewesen, da sich die Baustelle auf einem FFH-Gebiet befinde.

Im August 2015 habe die Stadt den Startschuss für die Bauarbeiten gegeben. Zunächst galt es, 16 500 Quadratmeter Waldfläche mit Bäumen und Sträuchern zu roden. Der Hauptdamm weise nun eine Länge von 265 Metern auf. Der Trenndamm, auf dem die Panzerstraße weiterführe, sei 300 Meter lang.

Pirner zeigte den Delegierten die beiden Grundablässe, von denen einer mit einem Schieber versehen sei, der mit einer Drosselung von 0,42 Kubikmeter pro Sekunde arbeite. "Die Baukosten sind auf 800 000 Euro veranschlagt", berichtete der Vertreter des Hochbauamtes. "Im Bereich Weidingbach werden in diesem Zusammenhang noch drei ökologische Zusatzmaßnahmen durchgeführt." Der Termin für den Beginn der Arbeiten, um einen größeren Kanaldurchmesser am Brandweiher zu schaffen, steht laut Pirner noch nicht fest. Als Dammschüttmaterial am Übungsplatz seien eine Schotter- und eine Frostschutzschicht vorgesehen. Notüberläufe würden sicherstellen, dass der Damm nicht breche. Die Dämme selbst würden betoniert.

Mit dem Planfeststellungsverfahren des Wasserwirtschaftsamtes und dem Firmenkonzept sei bereits 2003 begonnen worden. , "Ziel ist es, das Einzugsgebiet für ein Hundertjähriges Hochwasser abzusichern", sagte Florian Barnerssoi. Die Hochwasserentlastung erfolge in sogenannten Tosmulden. Zugleich sei eine Rückstauschwelle zur Wiedervernässung der ehemaligen Moorwaldflächen eingebaut.

Unabhängig von West IV


Der Referent zeigte den Gästen die Verbesserung des Regenwasserrückhalts auf, durch die das Brandweihergebiet vor Hochwasser geschützt werde. Das neu geplante Gewerbegebiet Weiden-West IV spiele hierbei keine Rolle, da das Oberflächenwasser dort getrennt abgeführt werden. Kartellvorsitzender Gmeiner dankte den Experten für die interessante Führung.
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