Erstmals seit vielen Jahren lädt die Bundeswehr in Weiden zum "Tag der offenen Tür" ein
Im Einsatz für Bevölkerung

Die Panzerhaubitze 2000, hier auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr, kann am Sonntag einmal ganz nah besichtigt werden. Bild: mor

Es ist eine Premiere: Die seit 2013 in Weiden neu stationierten Soldaten wollen einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Zum "Tag der offenen Tür" am Sonntag werden in der Ostmarkkaserne tausende Besucher erwartet.

Es laden ein: das Artilleriebataillon 131, die Ausbildungsunterstützungskompanie 122 und das San-Zentrum Weiden. Rund 700 der 1000 Soldaten und zivilen Mitarbeiter sind "im Einsatz", dass es den Gästen an Unterhaltung, Information und Verpflegung nicht fehlt. Ab 9 Uhr ist Einlass. Der Tag beginnt um 9.15 Uhr mit einem Feldgottesdienst auf dem Festplatz in der Kaserne mit Militärpfarrer und der Band "Exit".

Ab 11 Uhr wird Erbseneintopf angeboten (drei Ausgabestellen, 3,50 Euro). Außerdem gibt es tagsüber drei Grillstationen, Kaffee und Kuchen (sechs Verkaufsstellen) und eine Pizzastraße. Der Festplatz der Kaserne ist überdacht mit Schleppdächern, unter denen ansonsten Haubitzen stehen. Selbst wenn es am Sonntag einen "Duscher" gibt, können sich die Gäste bei guter Musik unters Schleppdach setzen.

Mit Modenschau


Ab 12 Uhr spielt das Gebirgsmusikkorps (bis 17 Uhr). Soldaten und Soldatinnen zeigen bei einer Modenschau (10 Uhr, 13.30 Uhr, 15.30 Uhr) Bundeswehrmode: vom Feldanzug, Kampfanzug bis zur Badehose. Für Kinder gibt es einen acht mal acht Meter großen Riesensandkasten mit Quarzsand, einen Lebendkicker und den Easy-Spieletruck.

Das Artilleriebataillon zeigt, was es drauf hat. Unter anderem bei einer dynamischen Waffenschau (11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr), bei der vorgeführt wird, wie Panzerhaubitze und Raketenwerfer in Stellung gehen (keine Bange: geschossen wird nicht). Beim spektakulären Panzercrash wird ein Unfall simuliert (Panzer fährt über ziviles Fahrzeug), wie er in der Praxis tunlichst vermieden werden soll: um 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr.

Parallel können die Besucher bei einer stationären Waffenschau in aller Ruhe alle Gefechtsfahrzeuge ansehen, die in der Oberpfalz unterwegs sind: unter anderem Eagle, Dingo, Marder, Kampfpanzer Leopard und natürlich die Panzerhaubitze 2000, dazu eine US-Feldhaubitze. An einer Station wird das "Leben im Felde" demonstriert. Zudem gibt es eine Handwaffenschau. Die Handwaffenausbildung wird praktisch demonstriert: um 10.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr. Alle Simulatoren haben geöffnet, etwa Handwaffensimulator, Zielortung, Trainingsgeschütz Kurzrohr.

Die Sanitäter bauen ihre Rettungsstation - ein mobiles Krankenhaus - zur Besichtigung auf.

Anziehungskraft wird die Blaulichtmeile haben: Polizei, Feuerwehr (mit Tunnel-Gebläse), THW, BRK und Feldjäger sind vor Ort. Das Rote Kreuz zeigt Vorführungen der Rettungshundestaffel (14.15 Uhr, 15.45 Uhr). Modellbauvereine zeigen Bundeswehrfahrzeuge in verschiedensten Maßstäben. Infostände haben das Karriereberatungscenter, der Freundeskreis Artillerie und die Reservistenverbände. Eine "Musterstube" gibt es auch.

Am Eingang wird eine kostenlose Festschrift verteilt, der auch der Zeitplan beiliegt.

Shuttleservice zur OstmarkkaserneDie Bundeswehr hat einen Shuttledienst zur Kaserne eingerichtet. Optimal für Besucher ist es, auf dem neuen Volksfestplatz (Conrad-Röntgen-Straße, Autobahnausfahrt Weiden-Nord) kostenlos zu parken. Soldaten weisen ein. Der Parkplatz ist bewacht. Von dort startet ein kostenloser Busshuttle zur Kaserne in der Frauenrichter Straße und zurück.

Der Pendlerparkplatz an der Autobahnausfahrt Frauenricht bei der Kaserne ist von Freitag bis Sonntag gesperrt. (ca)
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